SV Waldhof Mannheim

Ein Aufstieg geht nicht per Knopfdruck

Die Fans träumen vom Aufstieg, vom nächsten Ansturm auf die Zweite Liga. Doch in der kommenden Saison wird die Konkurrenz groß sein – und wohl auch zahlungskräftig.

08.05.2022 UPDATE: 08.05.2022 18:17 Uhr 1 Minute, 33 Sekunden
Foto: Gerold

Von Daniel Hund

Mannheim. Noch befindet sich der SV Waldhof im Endspurt der aktuellen Saison, doch auch die kommende Spielzeit ist schon allgegenwärtig. Die Vorfreude bei den treuen Anhängern ist riesig, viele von ihnen haben eins gemeinsam: Sie träumen vom Aufstieg, vom nächsten Ansturm auf die Zweite Liga.

Das ist auch gut so – und sicher auch angebracht. Doch ein Selbstläufer wird es auch in der kommenden Saison nicht. Die Konkurrenz ist groß – und wohl auch zahlungskräftig. Wie aus dem näheren Umfeld von Absteiger FC Ingolstadt zu vernehmen ist, wollen die Audi-Städter sofort wieder angreifen und den direkten Wiederaufstieg anpeilen. Es machen gar Gerüchte von einem Etat die Runde, der nahe der Zehn-Millionen-Euro-Marke liegen soll – was ein wenig übertrieben klingt. Andererseits: Dynamo Dresden soll in seiner Aufstiegssaison 2020/2021 auch bei rund 9,2 Millionen Euro gelegen haben.

Nur mal so zum Vergleich: Der SV Waldhof wird sich in der neuen Saison um die sechs Millionen Euro einpendeln. Was der FC Erzgebirge Aue, der ebenfalls aus der Zweiten Liga runterkommt, vor hat, scheint klar zu sein. Die Leonhardt-Brüder (Leonhardt Group) hatten bereits angekündigt, dass sie auch in der Dritten Liga als Sponsor weitermachen werden. Um die 6,5 Millionen sollen in den Profietat fließen.

Hinzu kommen ein paar andere Vereine, die hoch wollen. Der SVW ist also nur einer unter vielen – wird aber nichts unversucht lassen. Deshalb wird im Hintergrund derzeit auch mit Hochdruck daran gearbeitet, den Kader entsprechend aufzustellen. Neben den Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen plaudert Sportdirektor Tim Schork auch mit Spielern, die gehalten – bzw. deren Verträge verlängert – werden sollen.

Einer von ihnen ist Jesper Verlaat, 25. Der Niederländer ist an der Seite von Kapitän Marcel Seegert, 28, in der Innenverteidigung eine Bank. Die Gespräche laufen, gestalten sich aber als schwierig. Der Niederländer mit den blonden Mega-Locken hat nach RNZ-Infos Angebote aus der Zweiten Liga vorliegen. Seine Wohnung soll er gekündigt haben. Was allerdings nicht wirklich etwas zu bedeuten hätte – auch Fußballer ziehen mal um. Zudem hatte Verlaat – auch gegenüber der RNZ – immer wieder betont, wie wohl er sich am Alsenweg fühlt, die Fans und das ganze Drumherum liebt. Klar ist: Ein Verlaat-Abgang wäre ein großer Verlust für den SVW.

Das dürfte auch der künftige Trainer, der nach wie vor nicht feststeht, so sehen. Im Hintergrund laufen weiterhin Gespräche. Rund eine Handvoll Trainer sollen in der engeren Auswahl sein. Als sicher gilt nach Informationen dieser Zeitung, dass Tomas Oral nicht (mehr) zu den Kandidaten zählt.

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