Rhein-Neckar Löwen gegen RK Nexe Nasice

Mit 31:29 ins Viertelfinale der European League

Nächster Halt Lissabon: Die Handballer feiern eine Party mit 2974 Fans in Heidelberg.

03.04.2024 UPDATE: 02.04.2024 22:28 Uhr 2 Minuten
Endlich wieder feiern! Jannik Kohlbacher und die Löwen haben sich in die nächste Runde der European League gekämpft. Foto: PIX

Von Tillmann Bauer

Heidelberg. Ab in die nächste Runde! Die Handballer der Rhein-Neckar Löwen sind verdient ins Viertelfinale der European Legue eingezogen. Im Heidelberger SNP Dome gab’s am späten Dienstagabend eine Party mit den 2974 Fans – im Achtelfinal-Rückspiel bezwang die Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze (44) die Kroaten von RK Nexe Nasice ohne Glanz, aber mit viel Kampf mit 31:29 (16:16).

Diesmal herausragend: Kreisläufer Jannik Kohlbacher traf achtmal. Zudem hielt National-Keeper Joel Birlehm (26) in der Schlussphase wichtige Bälle.

23. April in Heidelberg

"Die Erleichterung ist natürlich riesig", meinte ´Torwart Birlehm zur RNZ: "Wir wussten, dass die Jungs voll da sind, wenn wir sie lassen – deshalb fällt da schon ein Stein vom Herzen."

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Damit bleiben die Löwen in der schmucken Halle an der Speyerer Straße in Kirchheim in dieser Saison weiter ungeschlagen. Dabei war das gar nicht zwingend notwendig. Schon das Hinspiel vor einer Woche wurde bei den Balkan-Buben in Kroatien mit 24:19 gewonnen – der Fünf-Tore-Vorsprung gab dem Team eine gewisse Sicherheit, wurde im Rückspiel aber letztendlich nicht relevant.

Nun geht’s ab nach Portugal. In der Runde der besten Acht trifft man auf Sporting Lissabon. Die Jungs aus dem Süden haben sich in ihrer Hauptrunden-Gruppe als Erster durchgesetzt – dabei gleich zweimal die Füchse Berlin geschlagen – und mussten deshalb gar kein Achtelfinale spielen, sondern waren direkt fürs Viertelfinale qualifiziert.

Mit Sporting streiten sich die Löwen also um den Einzug ins Final Four nach Hamburg (25. und 26. Mai). Die Termine für die Viertelfinal-Spiele stehen schon jetzt fest: Zunächst spielt man am 23. April in Heidelberg um eine gute Ausgangslage, eine Woche später (30. April) fällt dann die Entscheidung in Lissabon.

Für die in der Liga kriselnden Löwen (Tabellenplatz 10) werden das im Hinblick auf die Gesamtbetrachtung der Saison zwei immens wichtige Spiele. Schließlich gilt das europäische Geschäft als Rettungsanker einer ansonsten enttäuschenden Spielzeit. International läuft’s dagegen echt passabel. Sogar vom zweiten europäischen Titel der Klubhistorie (2013 holte man den EHF-Pokal) darf weiter geträumt werden.

Die Geschichte vom Rückspiel gegen Nasice – der Ex-Klub des momentan an der Schulter verletzten Löwen Halil Jaganjac (25) – ist schnell erzählt: Die Abwehr stand anfangs stabil. Deshalb waren die Löwen trotz einiger Technischer Fehler (8) zwischenzeitlich sogar mit drei Toren in Führung (9:6/12. Minute). Gezittert wurde eigentlich nur kurz: Vor dem Seitenwechsel stand’s plötzlich 16:14 für die Kroaten (27.) – und auch nach der Pause war RK Nexe wieder mit 20:22 (39.) vorne. Die Chancenverwertung der Löwen war in dieser Phase schlicht kläglich.

Beim 23:22 durch Kreisläufer Kohlbacher (45.) war die Begegnung aber wieder gedreht. Weil die Konzentration besser wurde, Birlehm im Tor (6 Paraden/46 Prozent) wichtige Akzente setze und das Heidelberger Publikum die Löwen nach vorne klatschte.

Auch die deutsche Frauen-Nationalmannschaft jubelte live im Dome mit. Spätestens beim 26:22 (48.) war dann alles entschieden. Ab Donnerstag spielt das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch (49) nämlich dreimal in Heidelberg im Rahmen der EM-Quali.

Dann liegt der Fokus der Löwen schon wieder auf dem Liga-Wochenende. Auch wenn Europa sicherlich im Kopf bleibt.

Löwen: Knorr 4, Schefvert 3, Kohlbacher 8, Kirkeløkke 2, Reichmann 4/2, Móré 3, Lindenchrone 3, Ahouansou 2, Plucnar 1.

Nasice: Bezjak 7, Tomic 2, Vejin 7, Melic 4/3, Bakic 1, Moslavac 2, Racic 1, Micevic 1, Strlek 4/2.

Strafminuten: Móré 2, Schefvert 2, Kirkeløkke 2 - Micevic 2, Tomic 2, Bakic 2.

Stenogramm: 2:1 (5.), 7:5 (10.), 10:8 (15.), 12:11 (20.), 13:13 (25.), 16:16 (30.), 18:17 (35.), 20:20 (40.), 22:22 (45.), 27:24 (50.), 30:26 (55.), 31:29 (Ende).

Zuschauer: 2974.

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