Schatthausen

Erst eingeschult, dann Runden gedreht

Die Sechsjährige Lou Comos nahm in Schatthausen am Trial-Wettkampf Süd-West teil. Elektro-Räder sollen den Nachwuchs locken.

23.09.2022 UPDATE: 23.09.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 56 Sekunden
Über Stock und teilweise auch richtig große Steine fuhren die Trail-Fahrerinnen und -Fahrer, die in Schatthausen die unterschiedlichen Strecken meisterten. Foto: Helmut Pfeifer

Von Michael Rappe

Schatthausen. Das war ein wirklich aufregender Samstag für die sechs Jahre alte Lou Comos. Am Morgen begann für sie mit der Einschulung in der Grundschule Schatthausen der viel zitierte Ernst des Lebens. Direkt danach saß sie auf ihrem kleinen Elektromotorrad und nahm am Endlauf der Trial-Challenge Süd-West auf dem Gelände des MSC Schatthausen teil. In der Klasse A (Kinder/Elektro Automatik) fuhr sie mit einer Oset-Maschine, einem Trial-Motorrad, als Jüngste im Feld immerhin in drei Runden mit je sechs Sektionen acht Mal fehlerfrei und belegte Rang sieben.

Sechs Jahre alt und schon auf zwei Rädern unterwegs: Lou Comos mit ihrem Elektro-Bike. Foto: Helmut Pfeifer

"Hat alles gut geklappt und Spaß gemacht", sagte Lou noch etwas verlegen in ihrem wohl ersten Zeitungsinterview. Dass sie Trialsport macht, kommt nicht von ungefähr, denn Vater und Mutter haben dies auch getan, und ihr Opa Martin war viele Jahre lang erster Vorsitzender des MSC Schatthausen.

Das ist seit Januar dieses Jahres Uli Hoffmann, er hatte die Leitung der zweitägigen Veranstaltung, die am Sonntag mit einem Lauf zur baden-württembergischen Trialmeisterschaft der Jugend fortgesetzt wurde. Er freute sich vor allem, dass das Wetter hielt, denn der Lehmboden auf dem Gelände am Hummelberg wird bei Regen schnell weich, und dann wird die Strecke deutlich schwieriger.

In sechs Leistungsklassen wurde um den Sieg gekämpft, MSC-Topfahrer Henrik Waldi holte sich auf seiner Beta 300 den Sieg in der Klasse zwei. Die Klasse darüber wird nur bei deutschen Meisterschaften gefahren. Waldi bewies einmal mehr seine Fähigkeit zum Multitasking, denn er war auch am Sektionsbau und der ganzen Organisation beteiligt. "Bei Heimrennen ist die Konzentration schwierig für mich", gab Waldi zu. Noch am Veranstaltungstag wurden die letzten Aufbauten vorgenommen, "neben 40 Stunden Arbeiten und zwei bis drei Mal Training plus Organisation ist das schon sehr viel", so Waldi. Aber vor heimischen Fans, Freunden und Familie zu fahren, mache natürlich Spaß. Der Sieg war ein schöner Lohn. MSC-Kollege Daniel Schneider landete auf Platz fünf. Vater Matthias Waldi wurde in der Klasse vier Dritter. Daniel Eisenhut belegte in der Klasse drei Rang drei. In der Gesamtwertung aller Läufe dieses Jahres holte sich Henrik Waldi den Sieg.

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