Am Lützelsachsener Talberg droht der Hang abzurutschen
Die Stadt will die Grundstückseigentümer ansprechen. Für die Kinder ist die Böschung inzwischen zum Spielplatz geworden.

Weinheim-Lützelsachsen. (web) Die Kinder haben ihren Spaß, aber der wird auf die Dauer gefährlich. Nadja Weiß (Freie Wähler) sprach das Problem zuletzt im Lützelsachsener Ortschaftsrat an: Der Nachwuchs hat die Böschung entlang der Straße "Am Talberg" oberhalb des Sandloch-Sportplatzes für sich entdeckt. Die Kinder toben, buddeln, scharren – und spätestens der nächste Regen trägt das Erdreich von der steilen Böschung auf die darunter liegende Straße.
Ortsvorsteherin Doris Falter nimmt die Sache ebenfalls ernst: "Die Wurzeln können die dortigen Bäume nicht mehr halten, und am Ende kippt alles auf die Straße", sagte sie. Sie habe sich in der Gegend umgehört. Aber die dort lebenden Familien bestreiten, etwas mit der Problematik zu tun zu haben. Auch die Stadt Weinheim nehme sich der Thematik an, so Verwaltungssprecher Roland Kern auf RNZ-Anfrage. Wobei zwei Möglichkeiten ausscheiden: Zum einen kann die Stadt die Böschung nicht selber sichern, denn das Gelände gehöre einem privaten Grundstückseigentümer; zum anderen sieht man im Rathaus wenig Sinn darin, nach den mutmaßlich minderjährigen "Übeltätern" zu "fahnden". Vielmehr will die Stadt den Eigentümer des Grundstücks auffordern, aktiv zu werden und den Missstand zu beheben. Sei es mithilfe eines Zauns, sei es mit Gesprächen. "Dies ist ja kein ungewöhnliches Vorgehen", so Kern. Wenn aus einem privaten Grundstück heraus Probleme für den öffentlichen Raum entstehen, sei der Eigentümer der Ansprechpartner. Ganz aus der Verantwortung nehmen will die Eltern der spielenden Kinder aber niemand: "Eine Böschung ist kein Abenteuerspielplatz", heißt es in Lützelsachsen.