Neckar-Odenwald-Kreis

Staädtebau-Programm soll historische Stadtkerne beleben

4,3 Millionen Euro fließen für den Städtebau nach Walldürn, Mudau, Buchen und Hardheim.

06.06.2022 UPDATE: 07.06.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 9 Sekunden
Das Heimatmuseum wird saniert und erhält einen Erweiterungsbau. Dafür erhält die Stadt Walldürn eine Million Euro aus dem Städtebauprogramm des Landes. Foto: Janek Mayer

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Für städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen fließen mehr als 4,2 Millionen Euro in den Neckar-Odenwald-Kreis. Knapp die Hälfte davon fließt nach Walldürn für die Sanierung des denkmalgeschützten Heimat- und Wallfahrtsmuseums und die Erweiterung des Wohnraumangebots in der Unteren Vorstadtstraße. Während das Land die Neugestaltung des Museums mit einer Million Euro bezuschusst, stehen für die Modernisierung von Wohnraum, die Aktivierung von Leerstand und Umnutzungen sowie die Erweiterung von Grün- und Freiflächen 900.000 Euro bereit.

Ebenfalls eine Million Euro erhält die Gemeinde Mudau für die Stärkung ihrer Ortsmitte. Die Förderung soll dabei helfen, Plätze zu gestalten, die Grünstruktur entlang der Mud zu erhalten und Wohnraum zu schaffen. Jeweils 700.000 Euro fließen nach Buchen und Hardheim als Finanzhilfeerhöhung für die laufenden städtebaulichen Erneuerungsgebiete "Historische Altstadt" (Buchen) und "Ried" (Hardheim). "All diese Projekte werden zur Attraktivitätssteigerung in den zum Teil historischen Stadtkernen beitragen", betont Landwirtschaftsminister Peter Hauk, der hofft, die Innenstädte und Ortskerne langfristig belebt halten beziehungsweise wieder beleben zu können.

Der Minister bezeichnet die Städtebauförderung des Landes einmal mehr als "verlässlichen Partner der Kommunen – auch im ländlichen Raum". Die große Beliebtheit des Programms zeigt sich darin, dass es erneut um ein Mehrfaches überzeichnet war. Insgesamt rund 237 Millionen Euro stellt das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen in diesem Jahr zur Verfügung, um landesweit 313 städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen anzustoßen.

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"Die Städtebauförderung und die Bewilligung von Finanzhilfen über Zeiträume von in der Regel acht bis zwölf Jahren bieten den Kommunen Planungssicherheit. Bund und Land sind hier für die Kommunen zuverlässige Partner auch in unsicheren Zeiten", erklärt Hauk. Durchschnittlich löse jeder eingesetzte Fördereuro acht Euro an öffentlichen und privaten Folgeinvestitionen aus. "Davon werden vor allem das regionale Baugewerbe und Handwerk profitieren", ist Peter Hauk überzeugt.

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