Eberbach

Neuer Waldkindergarten im Arboretum kann kommen

Die Anschaffung eines Bauwagens als Rückzugsort für bis zu 20 Kinder wurde vom Verwaltungsausschuss bewilligt. Der Verein Postillion wird Träger.

23.09.2022 UPDATE: 23.09.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 15 Sekunden
Foto: Martina Birkelbach

Von Jutta Biener-Drews

Eberbach. Um dem gesetzlichen Anspruch von Eltern auf einen Betreuungsplatz für ihren noch nicht schulpflichtigen Nachwuchs zu genügen, benötigt die Stadt 45 zusätzliche Kindergartenplätze für die Altersgruppe ab 3 Jahren. Zwanzig dieser Plätze sollen demnächst im Waldkindergarten angeboten werden, in einer zweiten Gruppe, die im Arboretum neu entstehen soll. Die Trägerschaft dieser Gruppe wird dem Verein Postillion übertragen, der auch den im Juli 2020 eingeweihten Waldkindergarten am früheren Vogelpark und die Kinderkrippe am Rosenturm betreibt. Im Arboretum bekommen die Kinder einen Bauwagen als Aufenthaltsraum, dessen Anschaffung am Mittwoch der Verwaltungs- und Finanzausschuss in die Wege leitete.

Als städtischer Sachgebietsleiter für Schul- und Kindergartenangelegenheiten führte Robin Uhrig vor dem Gremium aus, dass die Wahl des Arboretums als neuer Waldkindergarten-Standort von allen Verantwortlichen positiv gesehen wurde. Den Kleinen, die sich da den ganzen Tag an der frischen Luft aufhalten, einen einfach ausgestatteten Bauwagen als Unterschlupf zu bieten, sei Standard für diese Betreuungsart. Allerdings hat sich die Anschaffung des Wagens im Verlauf weniger Jahre von 35 000 auf jetzt 67 000 Euro fast verdoppelt, so Uhrig.

Einstimmig beschlossen wurde, dass der Verein Postillion den Wagen kaufen und anschließend der Stadt in Rechnung stellen soll. Warum das nicht auf direktem Wege über die Stadt laufen kann, wollte Lothar Jost (AGL) wissen. Und erfuhr von Uhrig, dass der Postillion aufgrund wiederholter Anschaffungen solche Bauwagen günstiger bekommt.

Wie es weitergeht mit dem schon lange überfälligen Kindergartenneubau in der Güterbahnhofstraße, wollte anschließend Wolfgang Kleeberger (CDU) wissen. Der Bau kam bekanntlich durch die extreme Verteuerung der Arbeitskosten ins Stocken, weil Ausschreibungen deswegen aufgehoben und der Fertigstellungstermin auf zuletzt April/Mai 2023 verschoben werden mussten. Bürgermeister Peter Reichert verwies auf die nächste Gemeinderatssitzung, in der ein neues Ausschreibungspaket für das Projekt angepeilt wird.

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In der Novemberrunde aufgegriffen werden auch die Windkraft-Verträge, so Reichert auf Nachfrage Jens Thomsons. Ans Ordnungsamt verwiesen wurde Udo Geilsdörfer mit seiner Kritik an "komplett an der Realität vorbei" gehenden neuen Haltezonen und Ausweichen in der Schwanheimer Straße.

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