Region Mosbach

Bei Übungstauchgang Handgranate entdeckt

DLRG-Taucher machten einen besonderen Fund. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst übernahm.

06.06.2024 UPDATE: 06.06.2024 04:00 Uhr 1 Minute, 24 Sekunden
Bei einem Übungstauchgang stießen DLRG-Taucher auf eine Handgranate. Foto: zg

Region Mosbach. (RNZ/pm) Im Verborgenen lauern manchmal (gefährliche) Überraschungen. Was als routinemäßiger Übungs- und Ausbildungstauchgang der DLRG-Ortsgruppe Mosbach e. V. begann, endete dieser Tage mit einem unerwarteten Fund: Entdeckt wurde in einem Gewässer in der Region von den Tauchern dabei nämlich eine scharfe Handgranate.

Noch vor dem jüngsten Hochwasser hatten sich die erfahrenen Taucher der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft aus Mosbach zu einer der regelmäßigen Tauchübungen versammelt. Die Übung sollte die Taucher auf den Ernstfall vorbereiten und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten im Umgang mit schwierigen Bedingungen unter Wasser zu verbessern. In einer Tiefe von etwa zwei Metern stießen sie dann auf einen ungewöhnlichen Gegenstand.

Die Taucher identifizierten den Gegenstand als eine Handgranate. Umgehend wurde der Fundort über Peilung markiert und die zuständige Behörde verständigt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Regierungspräsidiums aus Stuttgart wurde hinzugezogen, um die Granate sicher zu bergen – und auch zu entschärfen.

Der Wert der Arbeit der DLRG wurde hier einmal mehr nicht nur im Hinblick auf die Rettung von Menschenleben, sondern auch im Umgang mit unerwarteten Gefahren deutlich. "Wir sind froh, dass unsere Taucher so umsichtig gehandelt haben und niemand zu Schaden gekommen ist", betonte Dr. Lothar Hassling, Vorsitzender des Ortsvereins und stellvertretender Leiter Einsatz.

Und mit Blick auf die jüngsten Ereignisse ergänzt er in Richtung aufmerksamer Bürger: "Auch durch das aktuelle Hochwasser könnten Kampfmittel angespült werden. Bitte berühren Sie diese nicht und verständigen Sie umgehend die Behörden." Für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit eine akute Gefahr bestanden, heißt es in der DLRG-Pressemitteilung weiter. Auf Nachfrage der RNZ nannte ein Polizeisprecher den Katzenbuckelsee (der für die Öffentlichkeit bekanntlich gesperrt ist) als Fundort.

Die DLRG Mosbach werde ihre Tauchgänge in Zukunft weiterhin mit der gleichen Vorsicht und Professionalität absolvieren, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. "Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung der fortlaufenden Ausbildung und Übung der DLRG-Taucher, um auch in unvorhersehbaren Situationen schnell und sicher handeln zu können. Die DLRG ist stets wachsam und bereit, im Ernstfall sofort zu reagieren", versichert der Vorsitzende.

Ort des Geschehens

Info: Bei Kampfmittelfunden muss unverzüglich die nächste Ordnungsbehörde oder Polizeidienststelle benachrichtigt werden. Es besteht ein sehr hohes Risiko, verletzt, geschädigt oder sogar getötet zu werden.

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