Obrigheim

Flavius Gieszer will Bürgermeister werden

"Ein Obrigheimer für alle Obrigheimer": Der 42-jährige Unternehmer wirft seinen Hut in den Ring. Er tritt als parteiloser Kandidat zur Bürgermeisterwahl an.

28.08.2025 UPDATE: 28.08.2025 04:00 Uhr 1 Minute, 35 Sekunden
Auch Flavius Gieszer kandidiert bei der Bürgermeisterwahl in Obrigheim. Foto: zg

Obrigheim. (pm/ses) Bei der Bürgermeisterwahl in Obrigheim wird es keinen Alleingang geben, das steht nun fest: Flavius Gieszer hat sich als zweiter Kandidat offiziell für die Nachfolge des Anfang Juli überraschend verstorbenen Achim Walter beworben.

Heimat ist mehr als ein Ort, es ist das Gefühl, dazuzugehören, schreibt Gieszer. Für den 42-Jährigen ist Obrigheim mit Asbach und Mörtelstein seit fast drei Jahrzehnten Heimat. Hier gründete er seine Familie, hier hat sein Unternehmen seit 2008 seinen Sitz, hier kennt er die Menschen und die Wege. Nun will er Bürgermeister werden, parteilos, unabhängig, nur der Gemeinde verpflichtet. "Ein Obrigheimer für alle Obrigheimer", das ist sein Versprechen. "Ich möchte zuhören, die Anliegen ernst nehmen und Entscheidungen treffen, die unser Leben hier wirklich besser machen."

Besonders wichtig ist ihm ein klares Nein zum Neubaugebiet Münchberg in der geplanten Dimension. "Wachstum ja, aber mit Augenmaß. Wir brauchen keine übergroßen Projekte, sondern Lösungen, die unsere Gemeinde Schritt für Schritt stärken." Neue Bauflächen will er deshalb etappenweise entwickeln und dabei die vorhandenen Strukturen im Blick behalten. Ein Herzensprojekt von Gieszer ist das Mehrgenerationenhaus. "Jung und Alt profitieren voneinander, wenn sie Räume haben, um sich zu begegnen. Ich wünsche mir einen Ort, an dem Senioren Erfahrungen teilen und Unterstützung finden, mit Angeboten für Kinder und Jugendliche. Ein Haus, das Gemeinschaft lebt und das Miteinander stärkt."

Auch die Nahversorgung will er sichern: von Arztpraxen bis zu Einkaufsmöglichkeiten. Dazu setzt er auf eine aktive Ansprache von Betrieben, mit seiner Erfahrung als Unternehmer, der seit 2008 in Obrigheim verwurzelt ist. "Ich weiß, wie wichtig Verlässlichkeit und kurze Wege für Unternehmen sind. Davon profitieren am Ende Arbeitsplätze, Familien und die Gemeinde als Ganzes."

Straßen, Ehrenamt, Klimaschutz, Verwaltung, für Gieszer zählt Pragmatismus statt Prestige. "Wir wollen unsere Straßen instandsetzen, Vereine verlässlich unterstützen und ökologische Maßnahmen umsetzen, die für alle bezahlbar sind. Das gelingt nur, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen." Er setzt auf Nähe zu den Menschen. "Ich kandidiere unabhängig, ohne Partei. Mir geht es nicht um Schlagzeilen, sondern darum, dass wir alle sagen können: Obrigheim ist stark, für heute und für die Zukunft." In einem kommunalpolitischen Gremium saß der Vater einer Tochter bislang nicht, dafür bringt er 17 Jahre Erfahrung als Geschäftsführer mit.

In den kommenden Wochen lädt Flavius Gieszer, der eine Ausbildung zum Fachinformatiker absolvierte und während eines begonnenen Wirtschaftsinformatikstudiums sein Unternehmen gründete, zu Bürgergesprächen in allen drei Ortsteilen ein.

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