Spendenaktion "RNZ hilft"

So helfen Sie Ukraine-Flüchtlingen beim Ankommen

Die gemeinsame Spendenaktion zusammen mit der Evangelischen und der Katholischen Kirche soll schnelle Unterstützung in Notfällen bieten.

14.04.2022 UPDATE: 10.05.2022 21:00 Uhr 8 Minuten, 49 Sekunden
Die beiden Flüchtlingsseelsorger Sigrid Zweygart-Pérez (Mitte) und Jochen Winter (2. v.r.) hoffen gemeinsam mit den Geflüchteten Luka Kikvadze, Fatemeh Raha Shirazi und Afshin Teimourigohar (v.l.) auf Spenden für ihre Arbeit – unter anderem in Patrick-Henry-Village. Foto: Rothe

Von Denis Schnur

Heidelberg. Am 24. Februar startete Wladimir Putin seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Darauf folgte eine Fluchtbewegung, wie sie Europa seit Jahrzehnten nicht erlebt hat. Millionen Menschen haben binnen Wochen das Land verlassen, weit über 300.000 haben bislang in Deutschland Zuflucht gefunden, mehr als 1000 in Heidelberg.

Während die Versorgung der Menschen grundsätzlich funktioniert, bringt eine solche Ausnahmesituation aber auch immer wieder Notlagen mit sich. Junge Familien etwa, denen im Ankunftszentrum Thermoskannen fehlen, um Babynahrung zuzubereiten. Menschen, deren Ersparnisse nicht reichen, um die Zeit zu überbrücken, bis sie Sozialleistungen erhalten. Oder Heidelberger, die eine Familie beherbergen, dafür aber eine Schlafcouch benötigen.

Pfarrerin Christiane Bindseil (3.v.r.) hat den Handarbeitstreff ins Leben gerufen, der auch der Ukrainerin Nelia sehr hilft. Auf das Foto wollte die 39-Jährige jedoch nicht. Foto: Rothe

Beispiele wie diese gibt es viele. Denn auch wenn die Behörden besser auf die vielen Geflüchteten vorbereitet sind als 2015, gibt es immer wieder Lücken in der Versorgung. Weil die Bewilligung von Sozialleistungen eben dauert. Weil Kinder manchmal keine Ausweisdokumente haben und die Prüfung ihrer Anträge deshalb Zeit braucht. Oder weil zum Ankommen eben mehr gehört als ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen – Spielzeug etwa, ein Sprachkurs und Begegnungsmöglichkeiten oder ganz einfach frische Unterwäsche. Denn die meisten Geflüchteten können nur das Nötigste mitbringen. Ihre Ersparnisse sind hier zudem oft wenig wert.

Zum Glück treffen sie in Heidelberg und der Region nicht nur auf viel Verständnis, sondern auch auf enorme Hilfsbereitschaft – seitens der offiziellen Stellen, der Sozialverbände, aber auch vieler Privatpersonen. So melden sich seit Kriegsbeginn regelmäßig Leser bei der RNZ, weil sie wissen wollen, wie sie die Geflüchteten hier vor Ort am besten unterstützen können.

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Deshalb startet die Rhein-Neckar-Zeitung nun gemeinsam mit den beiden großen Heidelberger Kirchen die Spendenaktion "RNZ hilft". Ziel ist es, den Menschen, die in und um Heidelberg Zuflucht finden, den Start zu erleichtern, in Notfällen zu helfen sowie Sozialverbände und Ehrenamtliche in ihrer Arbeit mit und für Geflüchtete zu unterstützen. Wie bei der RNZ-Weihnachtsaktion wollen wir dabei nicht nur um Spenden werben, sondern auch regelmäßig zeigen, wie den Menschen konkret geholfen wird, aber auch, wo weitere Unterstützung nötig ist. Dabei arbeitet die RNZ eng zusammen mit der Katholischen und der Evangelischen Kirche Heidelbergs und unterstützt deren ...

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