Heidelberg

Kostenlose E-Lastenräder in allen Stadtteilen

Das Projekt "Lastenhummel" soll die Verkehrswende voranbringen. Erste Modelle könnten schon im September ausgeliehen werden. Die Stadt beteiligt sich mit über 250.000 Euro.

24.05.2022 UPDATE: 26.05.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 15 Sekunden
Sie haben das Projekt „Lastenhummel“ auf den Weg gebracht und wollen es umsetzen, sobald der Gemeinderat nächste Woche grünes Licht gibt: Margarete Strubel-Raatz (v.l.), Raoul Schmidt-Lamontain, Michael Fröhlich und Max Kraus. Nicht im Bild ist Torsten Kliesch. Foto: Rothe

Von Denis Schnur

Heidelberg. Die meisten Wege innerhalb der Stadt legen die Heidelberger bereits mit dem Fahrrad zurück. Bei Einkäufen, Umzügen oder unhandlichen Transporten ist das normale Zweirad jedoch weniger praktisch.

Damit die Menschen aber auch dann nicht auf das Auto zurückgreifen müssen, wollen der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), der Radentscheid, der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Ökostadt und die Stadt nun unter dem Namen "Lastenhummel" ein System einführen, mit dem man sich künftig in der ganzen Stadt Elektro-Lastenräder ausleihen kann – unkompliziert und kostenlos.

Stimmt der Gemeinderat Anfang Juni zu, könnten die ersten Räder schon im September verfügbar sein. Bis zum nächsten Jahr soll dann in jedem Stadtteil mindestens eine "Hummel" zur Ausleihe bereitstehen, im Jahr 2030 sollen es 80 Stück im Stadtgebiet sein.

Zwar gibt es in Heidelberg bereits eine große Leihrad-Flotte von Nextbike. Lastenräder kann man jedoch nur vereinzelt leihen. Möglich ist das zum Beispiel beim Zentrum für Umweltbewusste Mobilität (ZUM). "Unsere drei Lastenräder sind sehr gefragt", erklärt Torsten Kliesch vom Verein Ökostadt Rhein-Neckar, der das ZUM betreibt.

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Und das, obwohl sich das Zentrum am Hauptbahnhof befindet, weit weg von Wohnbebauung. "Deshalb sind wir sicher, dass die Nachfrage noch größer ist, wenn wir das gleiche Prinzip auch in die Wohnquartiere bringen", ergänzt Michael Fröhlich vom ADFC.

"Das gleiche Prinzip" heißt: Die Lastenräder können kostenlos tageweise ausgeliehen werden. Man holt und stellt sie jedoch nicht einfach an Stationen ab, sondern bei ehrenamtlichen Helfern. Nach der Online-Reservierung erhält man von diesen eine Einweisung und kann dann losradeln. "Noch haben wir die Freiwilligen nicht gesucht. Da warten wir auf den Gemeinderatsbeschluss. Aber wir sind zuversichtlich, dass es genug Menschen gibt, die bereit sind", betont Margarete Strubel-Raatz (VCD).

Das könne jemand vom Stadtteilverein sein oder ein einzelner Radenthusiast. In aller Regel dürften es aber Fahrradläden, Gastronomen oder Geschäfte sein – Anlaufstellen, wo ...

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