Ist Eppelheim eine Option für das Flüchtlings-Ankunftszentrum?
Das Ministerium hatte zuvor bekannt gegeben, die Suche eingestellt zu haben

Das Patrick-Henry-Village im Südwesten von Heidelberg. Foto: Kay Sommer
Eppelheim/Heidelberg. (dpa-lsw) Die Stadt Eppelheim bei Heidelberg hat im Ringen um ein neues Ankunftszentrum für Flüchtlinge dem Land Baden-Württemberg ein Grundstück angeboten. Nach einem Bericht des "Mannheimer Morgen" (Dienstag) handelt es sich um ein Areal an der A5, auf der Mäzen Dietmar Hopp vor gut zehn Jahren eine Fußballarena für den Fußballverein TSG 1899 Hoffenheim bauen wollte. Das Grundstück soll nun besichtigt und auf seine Eignung geprüft werden, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Montagabend bestätigte.
Zuvor hatte das Ministerium erklärt, dass nach einem rund eineinhalbjährigen Suchlauf das Areal "Wolfsgärten" in Heidelberg die einzige Alternative zum bisherigen Standort in der ehemaligen US-Siedlung Patrick-Henry-Village sei. Erst wenn es neue Vorschläge gebe, könne die Suche wieder aufgenommen werden. Eine andere Variante sieht vor, das Zentrum in abgespeckter Form auf dem Patrick-Henry-Village-Gelände verbleiben zu lassen.
Das Ankunftszentrum für Baden-Württemberg beherbergt derzeit weniger als 1000 Flüchtlinge. Im ersten Halbjahr 2018 durchliefen 5076 Flüchtlinge die Einrichtung, davon 1228 aus Nigeria, 484 aus der Türkei und 456 aus Syrien. In Heidelberg werden sie gesundheitlich untersucht und registriert. Sie stellen dort auch den Asylantrag. Zum Vergleich: Im September 2015 sind 14.000 Schutzsuchende nach Baden-Württemberg gekommen.