Simbabwe

Victoriafälle und Safari im Sambesi-Nationalpark

Wer will, kann die Naturgewalt bei einer Tea Time bestaunen - und später zu einer Safari aufbrechen.

22.09.2022 UPDATE: 22.09.2022 11:41 Uhr 3 Minuten, 57 Sekunden
Die Wassermassen des Sambesi stürzen an den Victoriafällen auf fast zwei Kilometern Breite hinab. Foto: dpa

Victoria Falls (dpa) - Schon aus mehreren Kilometern Entfernung ist das Grollen deutlich zu hören. Die Wassermassen des Sambesi sind in der Regenzeit immens angeschwollen. Im Grenzland zwischen Simbabwe und Sambia stürzen sie auf fast zwei Kilometern Breite mit geballter Kraft über die Felskanten in die Tiefe.

Die Victoriafälle gelten als die breitesten zusammenhängenden Wasserfälle der Welt. Der Engländer David Livingstone taufte sie nach der offiziellen Entdeckung 1855 nach der damaligen britischen Königin Victoria. Die Einheimischen haben einen treffenderen Namen für die Naturgewalt: Mosi-oa-Tunya, "der Rauch, der donnert".

Die Nachmittagssonne und die aufsteigende Gischt zaubern an diesem Sommertag einen doppelten Regenbogen aufs herabstürzende Wasser. An einigen Aussichtsplattformen prasseln die Wassertropfen aus der Luft wie kräftiger Landregen nieder. Der Weg entlang der Fälle führt durch einen kleinen grünen Regenwald, den der Sprühnebel entstehen ließ.

Für Reisende ins südliche Afrika gehören die Victoriafälle schon lange zu den Traumzielen. Dann kam die Corona-Pandemie und machte viele Reisepläne zunichte - auch nach Simbabwe.

Inzwischen sind Reisen ins Land aufgrund gelockerter Corona-Vorschriften wieder besser möglich. Auch die Anreise ist unkomplizierter geworden: Die Lufthansa-Tochter Eurowings Discover bietet seit diesem Frühjahr Direktflüge von Frankfurt via Windhuk in Namibia nach Victoria Falls an. Ansonsten geht es nur mit Umsteigen.

Eisenbahn-Panorama beim "High Tea"

Auch Annett Müller ist mit dem Eurowings-Flug angekommen. "Unsere Anreise ab Deutschland war dadurch mit etwas mehr als 13 Stunden viel kürzer und einfacher als bisher", sagt die Reisebüro-Mitarbeiterin.

Sie blickt von der Terrasse des The Victoria Falls Hotel auf die Gischtschwaden. Wie weißer Dampf steigen die Wasserwolken in Richtung Himmel auf. Je nach Jahreszeit und Windrichtung schweben sie zum Teil bis zu der Eisenbahnbrücke, die sich seit mehr als hundert Jahren über den Sambesi spannt.

Die berühmte historische Brücke lässt sich beim "High Tea" in den frühen Abendstunden auf der Hotelterrasse perfekt bestaunen. In dem Hotel, das 1904 an der damals geplanten Eisenbahnlinie von Kapstadt nach Kairo eröffnete, wird die Tea Time auch heute noch zelebriert.

Stilvoll auf Silber-Etageren serviert genießt eine internationale ...