Halbjahreszeugnis

Bei miesen Noten Plan machen statt schimpfen

Das Halbjahreszeugnis zeigt, wo ein Kind steht und zieht Zwischenbilanz. Auch wenn die Noten schlecht ausfallen, sind weder Panik noch Strafen angebracht.

19.01.2023 UPDATE: 19.01.2023 15:23 Uhr 1 Minute, 30 Sekunden

Die Aufschrift «Zeugnis 1. Halbjahr» steht auf einem Halbjahreszeugnis einer Schule. Foto: dpa​

Miese Noten im Halbjahreszeugnis fallen zwar nicht vom Himmel. Dennoch sind Schüler und Eltern meist geschockt, wenn die "5" in Mathe oder Deutsch schwarz auf weiß auf dem Zeugnis steht. Doch wie sollten Eltern darauf regieren? Ignorieren geht jetzt nicht mehr. Stattdessen sollten die Eltern aktiv werden, rät der Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN).

Denn noch sei es möglich, die Zensuren bis zum Abschlusszeugnis zu verbessern. Die Nachhilfeexperten haben fünf Tipps an Eltern, was jetzt zu tun ist.

Tipp 1: Nicht schimpfen

Es ist natürlich verständlich, dass Eltern enttäuscht sind - doch an der Note ändert sich durch Schimpfen nichts mehr. Dazu kommt: Auch das Kind ist sicher unglücklich über schlechte Zensuren.

Tipp 2: Ursachenforschung betreiben

Wenn die miesen Noten für Eltern überraschend gekommen sind, sollten sie ergründen, wie es zu der Note kommen konnte. Oft weiß das Kind selbst, woran es gelegen hat: Hat es durch Fehlzeiten den Anschluss verpasst? Ist etwas vorgefallen? Auch belastende Situationen in der Familie können die Konzentration des Kindes nachhaltig beeinträchtigt haben. Also muss in Erfahrung gebracht werden, wo die Wissens- und Verständnislücken sind.

Tipp 3: Einen Plan machen

Eltern sollten sich zusammen mit dem Kind folgende Fragen klären:

- Welchen Unterrichtsstoff hat das Kind gut verstanden, sodass er nur wiederholt werden muss?

- Welcher Unterrichtsstoff muss richtig erarbeitet werden, weil hier die Verständnislücken sind?

- Mit welchen Büchern, Arbeitsblättern oder anderen Materialien wird gearbeitet?

Nun geht es darum, Etappenziele festzulegen. Dabei sollten die Ziele nicht zu hochgesteckt sein, sondern wirklich in der geplanten Zeit erreicht werden können.

Tipp 4: Einen Partner suchen

Wer könnte dem Kind die Inhalte erklären und Fragen beantworten? Gibt es Fachlehrer oder andere Personen, die diese Aufgabe übernehmen könnten? Wichtig dabei ist:

- Das Kind sollte mit der Person gut zurechtkommen.

- Die Person sollte qualifiziert sein und auch gut erklären können.

- Die Person sollte bis zu den Sommerferien zur Unterstützung bereitstehen.

Tipp 5: Kleine Erfolge auch feiern

Hat das Kind die Formel in Mathe verstanden oder das letzte Diktat fast fehlerfrei geschafft? Dann sollte man diese Erfolge feiern. Das kann mit einem Kinobesuch geschehen oder man macht etwas, das sich das Kind sehr wünscht. Wichtig ist dabei, dass Eltern ihre Freude und ihren Stolz zeigen und so auch Selbstbewusstsein und Motivation des Kindes stärken, um das nächste Etappenziel anzugehen.

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