Stuttgart/Heidelberg

Der Warnstreik traf die Pendler

Auch Züge nach Heidelberg und Heilbronn fielen aus.

21.09.2022 UPDATE: 21.09.2022 06:00 Uhr 47 Sekunden
Lokführer forderten vor dem Heilbronner Hauptbahnhof mehr Lohn. Foto: dpa

Stuttgart/Heidelberg. (lsw) Die Warnstreiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben am Dienstag vor allem Pendler und Reisende rund um Stuttgart betroffen. Der Ausstand sollte von 5 bis 17 Uhr dauern. Nach Angaben der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) fielen auf den Strecken von Stuttgart über Mühlacker nach Pforzheim, von Stuttgart über Bruchsal nach Heidelberg und zwischen Tübingen und Heilbronn viele Züge aus.

Die Strecken gehören zum Netz der Konzerntochter SBS. Bei der SBS, dem ehemaligen Bahnunternehmen Abellio Rail Baden-Württemberg, wurden demnach im Stuttgarter Netz 16 Prozent der Tageskilometer nicht angeboten. Im restlichen SWEG-Netz – etwa in der Ortenau und im Breisgau – habe es dagegen weniger Einschränkungen gegeben als bei einem ersten Warnstreik am 8. September. Es seien kaum Züge ausgefallen.

Hintergrund ist ein Konflikt der GDL mit der SWEG: Die Lokführergewerkschaft pocht darauf, nicht nur für die Konzerntochter SBS mit ihren 350 Beschäftigten einen Tarifvertrag zu verhandeln, sondern für alle 1800 Mitarbeiter der SWEG. Das lehnt die Arbeitgeberseite jedoch bislang ab. Zu den Forderungen der Gewerkschaft gehört auch eine Einmalzahlung von 3000 Euro.

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Eine Lösung zeichnet sich nicht ab. SWEG-Geschäftsführer Tobias Harms warf der GDL "eigene Unsicherheit" und "das Werfen von Nebelkerzen vor". GDL-Bundeschef Claus Weselsky betitelte die Haltung der Arbeitgeber hingegen mit "Sturheit, Unverschämtheit und Inkompetenz".

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