Einwanderung

Jugendhilfe beklagt zu wenig Pflegefamilien für junge Geflüchtete

Immer wieder haben Jugendämter und Jugendhilfeträger Probleme mit der Unterbringung junger Geflüchteter. Die Bereitschaft, zu Helfen, haben abgenommen.

22.01.2023 UPDATE: 22.01.2023 15:15 Uhr 35 Sekunden
Flüchtlinge kommen in Berlin an
Flüchtlinge aus der Ukraine kommen in einem Ankunftszentrum an. Foto: dpa

Langenargen. (dpa/lsw) Weil es nicht genug Pflegefamilien gibt, haben Jugendämter und Jugendhilfeträger in Baden-Württemberg immer öfter Probleme, junge Flüchtlinge unterzubringen. Die Bereitschaft zur Aufnahme habe in den vergangenen Jahren abgenommen, sagten Vertreter der Jugendhilfe im Bodenseekreis. Das liege zum Teil an Ermüdungserscheinungen der Menschen, die sich schon 2015 und 2016 stark engagiert hatten. Aber auch die Stimmung in der Gesellschaft sei eine andere.

Die Kinder und Jugendlichen, die vor allem aus Afghanistan, Syrien und dem Irak kommen würden, seien in der öffentlichen Wahrnehmung nicht so präsent, wie etwa Geflüchtete aus der Ukraine, sagte eine Sprecherin des Bundesfachverbands für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Nach Angaben des Sozialministeriums wurden im vergangenen Jahr 3180 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Südwesten gemeldet - mehr als zweieinhalb Mal so viele wie 2021. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2015, als der Flüchtlingszustrom enorm hoch war, rund 9000 registriert. Es sind in der Regel Jungs im Alter zwischen 14 bis 18 Jahren.

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