Schummelei mit Fell und Flügeln
Künstliche Tierbilder wirken echt, sind aber oft voller Fehler. Das birgt aus Sicht einer Stiftung Gefahren.

Duderstadt (dpa) - Einhörner zum Beispiel: Auch wenn das Bild toll aussieht, weiß man, es ist ausgedacht. Vielleicht hat jemand das Fabelwesen sogar mit Hilfe eines Computerprogramms und Künstlicher Intelligenz gezeichnet, kurz KI.
Was aber, wenn man dem Programm die Aufgabe gibt, statt eines Einhorns ein Bild von einem prächtigen Pferd zu erzeugen? Das macht die KI auch. Manche Bilder sehen sogar täuschend echt aus, sagt ein Naturschützer.
Niedlich und sauber
Aber darin steckt zugleich ein Problem. Die KI-Bilder lieferten falsche Informationen über Tiere. Oft fehlten Merkmale, die typisch für ein Tier sind, erklärt der Experte. Oder die Tiere würden niedlicher dargestellt als in Wirklichkeit: mit übertrieben großen Augen zum Beispiel und sauberer als in der Natur.
Gerade, wenn Menschen weniger über die Natur Bescheid wissen, würden solche Bilder noch falsches Wissen fördern. KI-Bilder von Tieren sollten deshalb auf jeden Fall gekennzeichnet sein.
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