Der Kaiser braucht einen Sarg
Von Otto dem Großen sind nur noch Knochen übrig. Aber weil er ein Kaiser war, soll er einen neuen Sarg bekommen.

Magdeburg/Halle (dpa) - Dass ein Toter einen neuen Sarg braucht, klingt schon seltsam. Es ist aber auch eine große Ausnahme. Der Tote war schließlich ein bedeutender römisch-deutscher Kaiser. Otto der Große wurde er genannt und lebte vor mehr als 1.000 Jahren.
Beigesetzt wurde der Herrscher nach seinem Tod in einer Kirche in der Stadt Magdeburg. Der Tote kam damals in einen Holzsarg und der wiederum in einen Sarkophag. Das ist ein Grabmal aus Stein.
Wettbewerb für einen Sarg
Das alles hat lange gehalten. Doch vergangenes Jahr entdeckte man Schäden am Grabmal von Otto dem Großen und stellte fest: Der Holzsarg ist zerfallen. Der Sarkophag braucht eine Reparatur. Auch das Skelett liegt etwas unordentlich da.
Der Kaiser soll deshalb einen neuen Sarg bekommen. Dazu wurde jetzt ein Wettbewerb ausgerufen. Zehn Künstler und Künstlerinnen sollen mit ihren Entwürfen teilnehmen.
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