Hintergrund Sparkasse Sandhausen

10.03.2022 UPDATE: 10.03.2022 06:00 Uhr 43 Sekunden

> Die Sparkasse Heidelberg teilte wie berichtet vergangene Woche mit, dass neun sogenannte Selbstbedienungseinrichtungen in der Region geschlossen werden. Damit reagierte die Bank auf mehrere Sprengungen solcher Geldautomaten, wodurch Kriminelle teils sechsstellige Bargeldbeträge erbeuteten und zudem ähnlich hohe Sachschäden anrichteten. Zu den geschlossenen Automaten gehören neben jenem am Sandhäuser Rewe unter anderem ein Gerät im Leimener Norden und eins am Rewe in Neckargemünd-Kleingemünd. Die Sparkasse Heidelberg hatte nach eigener Aussage gemeinsam mit der Polizei eine "Gefährdungsanalyse" für ihre Geldautomaten vorgenommen, von denen es in ihrem Verbreitungsgebiet rund 500 gebe. Der Standort in Sandhausen gehöre demnach zu den "hoch gefährdeten und technisch nicht sicherbaren SB-Stellen", weshalb man sich auch hier für die Schließung entschieden habe. Wie genau man zu diesem Ergebnis kam, wurde auf RNZ-Anfrage nicht beantwortet. Auch die Frage, was eine entsprechende Sicherung des Sandhäuser Automaten kosten würde, blieb offen. Zuletzt war Ende Februar ein Sparkassen-Automat in der Heidelberger Bahnstadt gesprengt worden, im vergangenen Oktober auch jener am Rewe-Markt in der Eppelheimer Seestraße. Die Sparkasse Heidelberg informierte vergangene Woche auch darüber, dass an Standorten, an denen bereits Geldautomaten gesprengt wurden, keine mehr aufgebaut werden. (luw)