Stanislawski: "Ryan ist einer, der in jedem Spiel treffen kann"

Ist der Knoten bei dem Stürmer endlich geplatzt?        

22.08.2011 UPDATE: 22.08.2011 06:29 Uhr 1 Minute, 31 Sekunden
Stanislawski: "Ryan arbeitet richtig gut mit"

Ist der Knoten bei dem Stürmer endlich geplatzt?

 

 

 

 

Ist der Knoten bei Ryan Babel nun endlich geplatzt? Gegen den FC Augsburg erzielte der Niederländer sein zweites Bundesligator für 1899 Hoffenheim, nachdem er am 9. April gegen Freiburg zuletzt einnetzte. Das nächste Tor soll nicht mehr so lange auf sich warten lassen. Gegen Augsburg deutete Babel an, welches Potenzial in ihm steckt. Als er mit seinem Solo durch drei Abwehrspieler hindurch die Augsburger schon in der 5. Minute völlig überraschte und aus 18 Metern präzise in die lange, untere Ecke schoss.

 

So wollen die Verantwortlichen der TSG ihren Stürmer sehen, weshalb Trainer Holger Stanislawski Babel die beste Leistung im Trikot der TSG attestierte. Am Tag danach gab es für den 7-Millionen-Euro-Mann Babel erst einmal Yoga. "Ich weiß, dass es Ryan Babel sehr gut tut", so Holger Stanislawski. Es zeigt, dass bei Babel nach der langen Durststrecke beim FC Liverpool nicht nur die körperlichen Voraussetzungen teils fehlten, um im Januar nach seinem Wechsel gleich voll anzugreifen, sondern vor allem das Selbstvertrauen.

Wie so oft bei Stürmern, ist der Kopf das Problem. Das Wunderkind des holländischen Fußballs, mit 16 Jahren jüngster Akteur der Erendivise und bisher jüngster Nationalspieler aller Zeiten, der für 16 Millionen Euro zum FC Liverpool wechselte, muss noch lernen, die Aufs und Abs seiner Karriere zu verdauen. England war ein Tief. 12 Tore in 91 Spielen waren für einen hochgelobten, jungen Stürmer zu wenig. Nur 8(!) Mal durfte Babel überhaupt eine Partie für Liverpool über 90 Minuten durchspielen, 60 Mal wurde er nur als Joker eingewechselt.

In Deutschland wollte er gleich allen zeigen, dass er zu mehr fähig ist und scheiterte am Kopf und an der Umstellung auf die bei Weitem härtere Trainingsbelastung in Deutschland. Doch nach einer kompletten Saisonvorbereitung hat es Trainer Holger Stanislawski offenbar geschafft, den Stürmer auf Kurs zu bringen. "Ich glaube, dass er insgesamt eine richtig tute Partie gemacht hat", packte Holger Stanislawski dann auch umgehend eine Schippe Selbstvertrauen oben drauf. "Mich freut, dass er trifft. Das gibt ihm Selbstvertrauen und zeigt ihm auch, dass er noch viel zielgerichteter arbeiten muss in Richtung Tor. Er hat den Zug, das Tempo und die Technik, daraus muss er noch mehr machen."

Gelingt Holger Stanislawski dieses Kunststück, Ryan Babel das nötige Selbstvertrauen zurückzugeben und das große Potenzial zu wecken, dann kann die TSG sich auf Großes freuen. Stanislawski: "Ryan ist ein Spieler, der in jedem Spiel treffen kann. Da wollen wir ihn hinkriegen."

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