Ladenburg

Wo Firmen und Azubis zusammenkommen

Die Aktiven des Netzwerks "B3" helfen Schülern seit 16 Jahren bei Suche nach Ausbildungsplätzen und Bewerbung in Ladenburg und Umgebung.

28.07.2022 UPDATE: 28.07.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 10 Sekunden
Zum Betriebsstart der Draußenschule stifteten Ulrike Karg, Hermann Mayer und Evelyn Bausch (v.r.) einen Bollerwagen. Foto: Beckmann

Von Silke Beckmann

Ladenburg. "Angefangen haben wir mit der Berufsförderung an der Werkrealschule", sagt Ulrike Karg. Sie blickt zurück auf die ersten Aktivitäten des Netzwerks "B3 – Bildung, Beratung, Berufsfindung". Das war im Jahr 2006, als Ladenburger Bürger sich als neuer Arbeitskreis der "ZukunftswerkStadt" zusammentaten mit dem Ziel, Jugendliche bei der Berufswahl zu unterstützen.

Inzwischen ist das Angebot deutlich größer, der Aktionsradius ausgedehnt. B3 ist zum regelmäßigen Unterstützer weiterer Schulen am Ort geworden: So gibt es mehr als genug Gründe, das 15-jährige Bestehen zu feiern – doch dem machte die Pandemie im vergangenen Jahr einen Strich durch die Rechnung. Auch die Schüler-Kontakte mussten in der Pandemie empfindlich heruntergefahren werden. Aber B3 nutzte auch diese Zeit und installierte auf der Website eine Ausbildungsbörse, die Ausbildungsangebote von Firmen verschiedener Branchen in Ladenburg und Umgebung zusammenfasst. Ein voller Erfolg angesichts von mehr als tausend Klicks allein im ersten halben Jahr.

"Die Firmen suchen verzweifelt", sagt Karg. Daher sollen Firmenkontakte künftig auch intensiviert werden: "Bisher haben wir immer nur aus der Perspektive der Schulen gearbeitet." Und da kam einiges zusammen. Von Anfang an organisierte die B3-Gruppe für die Werkrealschüler Berufseignungstests sowie das jährlich stattfindende Berufsplanspiel "Ready – Steady – Go", das den Zehntklässlern realitätsnahe Vorbereitung für kommende Bewerbungsgespräche bot. Zudem unterstützte B3 bei der Bewerbung für das Berufswahl-Siegel "BoriS", kurz für Berufsorientierung in Schulen. B3 informierte Schüler über Berufswege, vermittelte ihnen Praktika und Ausbildungsplätze und wirkte auch bei er "Jobrallye" in Weinheim mit.

In der Erich-Kästner-Schule leisten Netzwerker ehrenamtlich Hausaufgabenhilfe, wofür Rektorin Angelika Bindert dankbar ist. Sie unterstützen örtliche Schulen in der Sekundarstufe eins und bringen sich in den Grundschulen aktiv ein. Karg erzählt etwa von den "Lindgren-Kids", einer AG, deren Teilnehmern sie gemeinsam mit Erika Freund regelmäßig Anregung geboten hat – durch kreatives Arbeiten wie auch Ausflüge, sei es zum Besuch der Eisbahn oder verschiedener Museen. Aktuell ruht die AG aus organisatorischen Gründen, konkret: wegen eines für die Mobilität fehlenden Autos, doch die ...

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