Gewerbegebiet Heidelberg/Leimen

350 Euro gibt es pro Monat für Felden und Odszuck

Die Verbandsversammlung zum "Interkommunalen Gewerbegebiet" erweiterte die Anzahl der Vorsitzenden.

05.08.2022 UPDATE: 05.08.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 3 Sekunden
Symbolfoto: dpa

Leimen/Heidelberg. (fre/fhs) Drinnen keine Klimaanlage, draußen brütende Sommerhitze: Wohlig warm war’s im Sitzungssaal des neuen Leimener Rathauses, als die Verbandsversammlung zum "Interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiet Heidelberg-Leimen" zusammenkam. Mit zunächst nur fünf Kommunalvertretern beider Städte – insgesamt gibt es jeweils fünf – war die Versammlung beschlussfähig bei folgenden Themen:

> Erweiterter Vorsitz: Die Verbandssatzung wurde neu gefasst. Neben nunmehr durchgängig weiblichen Formulierungen im Satzungstext wurde mit einstimmigem Votum der Vorsitz erweitert.

Neben dem Leimener Oberbürgermeister Hans D. Reinwald als Vorsitzendem und dem Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner als Stellvertreter gibt es künftig zwei weitere Stellvertreter: die beiden jeweils Ersten Bürgermeister beider Städte.

> Die neuen Stellvertreter: Bei der Frage nach einer geheimen Wahl winkte die präsente Verbandsversammlung ab, es wurde en bloc abgestimmt. Ohne Gegenstimme – der Leimener Reinwald stimmte mit ab – wurden Claudia Felden und Jürgen Odszuck zu stellvertretenden Verbandsvorsitzenden gewählt.

> Entschädigung: Die erweiterte Vorsitzrunde machte eine überarbeitete Entschädigungssatzung nötig. Demnach wird auch den neuen stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Felden und Odszuck eine monatliche Aufwandsentschädigung von 350 Euro zuerkannt. Bei den ehrenamtlichen Mitgliedern der Verbandsversammlung bleibt es bei pauschalen 50 Euro pro Sitzungsteilnahme.

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> Neues Vorkaufsrecht: Per einhelligem Satzungsbeschluss wurde das Vorkaufsrecht auf alle Grundstücke im Verbandsgebiet ausgeweitet. Auf Leimener Gemarkung galt es bislang nur für Areale mit rechtskräftigem Bebauungsplan – sprich für Eternit und Zementwerk.

> Ergänzend haben die Gemeinderäte der Städte Heidelberg sowie Leimen den entsprechenden Satzungsänderungen zugestimmt, so dass die Arbeit dort an Fahrt aufnehmen könne, wie FDP-Stadtrat Alexander Hahn es in der jüngsten Leimener Gemeinderatssitzung, der letzten vor der Sommerpause, formulierte. "Wir sind schon mitten drin", korrigierte verschmitzt lächelnd OB Reinwald.

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