TSG Hoffenheim gegen Mönchengladbach

Hoeneß ist angezählt (Update)

Damit bleibt Hoffenheim auch im neunten Sieg in Folge ohne Erfolg.

14.05.2022 UPDATE: 15.05.2022 04:08 Uhr 2 Minuten, 26 Sekunden
Foto: dpa

Von Achim Wittich

Mönchengladbach. Die 600 mitgereisten Hoffenheimer Fans hatten endgültig genug. Nach dem 4:1 der Borussia in der 53. Minute durch Breel Embolo drehten sie sich im Gästeblock um und wendeten den Spielern bei ihren Gesängen den Rücken zu. Die Höchststrafe für Torhüter Oliver Baumann und seine Mitstreiter, die am Ende im Borussia-Park mit 1:5 (1:3) untergingen.

Baumann ging, als sich alle schon in der Kurve bedröppelt vom eigenen Anhang verabschiedet hatten, ganz allein zu den Treuesten der Treuen und stellte sich lange am Zaun. Das wurde honoriert und "Hoffes" Nummer 1 wurde gefeiert.

Ein paar Meter weiter in den Katakomben fiel es Baumann dann schwer, für das Endergebnis trotz einer 1:0-Führung durch Andrej Kramaric (3.) und vor allen Dingen für den sportlichen Totaleinbruch im letzten Saisondrittel erklärende Worte zu finden. "Wir haben auch heute gut angefangen, doch auf einmal brechen wir wieder ein. Ich habe mich bei den Fans entschuldigt, das ist einfach zu wenig." Wie die Mannschaft nach drei mickrigen Punkten aus den letzten neun Begegnungen nun auseinandergehen würde, fragten wir vorm bevorstehenden gemeinsamen TSG-Abschlussabend. "Leider nur semi-gut", sagte der an diesem schönen Mai-Samstag auch nicht fehlerfreie Keeper und sprach von einer "intensiven Aufarbeitung" der Saison.

Die endet nach dem 2:2 der Mainzer gegen Frankfurt auf dem neunten Tabellenplatz. Damit hat sich Trainer Sebastian Hoeneß in seinem zweiten Jahr als Bundesligacoach in Hoffenheim zwar um zwei Plätze verbessert. Doch angesichts der Tatsache, dass der Kraichgau-Klub vor zwei Monaten noch auf dem Champions-League-Rang vier gelegen hat, muss die Spielzeit 2021/22 als enttäuschend eingestuft werden.

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Hoeneß gerät immer mehr unter Druck und findet keine nachvollziehbaren Analysen mehr für die desaströsen Auftritte seines Teams. Im Medienraum der Borussia sprach der gerade 40 Jahre alt gewordenen Münchner vom "letzten Aufgebot", mit dem man an den Niederrhein angereist sei.

Nun, natürlich muss Hoeneß – wie die anderen Vereine am Ende einer langen Saison ebenso – Ausfälle verkraften. Natürlich wurde die Ersatzbank diesmal gar mit zwei Torhütern und mit Nachwuchskräften aufgefüllt. Der Langzeitverletzte Ermin Bicakcic nahm dort ebenfalls Platz und feierte kurz vor Schluss sogar noch sein Comeback (siehe unten). Doch beim Blick auf die Startformation dürfte auch Hoeneß festgestellt haben, dass er zum Anpfiff elf Profis auf den Rasen beordern konnte, die zu den Stammkräften bzw. Leistungsträgern gehören.

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