Coronavirus

Zwei Fälle in Dossenheim (Update)

Wie sich die Krise in der Region rund um Heidelberg entwickelt

06.03.2020 UPDATE: 13.03.2020 16:55 Uhr 2 Minuten, 54 Sekunden
Foto: dpa

Erste Corona-Fälle in Dossenheim

Dossenheim. (rnz/mare) Wie die Stadtverwaltung am Freitagnachmittag mitteilt, gibt es nun in Dossenheim zwei Coronavirus-Infizierte. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. 

Update: Freitag, 13. März 2020, 16.57 Uhr


Region Heidelberg. (cm/aham) Das neuartige Coronavirus ist in der Region rund um Heidelberg angekommen. Wie berichtet wurde am Freitagabend bekannt, dass sich ein Mitarbeiter des SRH-Berufsbildungswerkes in Neckargemünd infiziert hat. Bis zum gestrigen Montagabend war dies der einzige bekannte Fall im direkten Heidelberger Umland. Aber auch in Eppelheim und Mauer standen noch mehrere Personen vorsorglich unter Quarantäne.

Sascha Lohwaßer von der Geschäftsleitung des SRH-Berufsbildungswerks bestätigte gestern auf RNZ-Anfrage, dass es keine weiteren bekannten Verdachtsfälle im Umfeld des Mitarbeiters gebe. Allerdings befinden sich 24 Teilnehmer und 13 Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne. "Die Person hatte Kontakt zu weiteren Mitarbeitern des SRH-Berufsbildungswerks Neckargemünd", so Lohwaßer. "Diese wurden identifiziert." Wie es der infizierten Person geht, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, wie alt diese ist und wo diese wohnt, durfte die SRH aus Datenschutzgründen nicht mitteilen. Wo sich die Person angesteckt hat, sei nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass sich die betroffene Außenwohngruppe in der Stadt befindet, nach RNZ-Informationen im Wiesenbacher Tal.

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Der Betrieb geht weiter

Was wird nun getan, um eine weitere Verbreitung zu verhindern? Die unter Quarantäne stehenden Personen werden vom jeweils zuständigen Gesundheitsamt am Wohnort betreut. Die Maßnahmen würden ständig in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt angepasst. "Wir setzen sämtliche vom Robert-Koch-Institut und vom Gesundheitsamt empfohlenen Maßnahmen zeitnah um, um etwaige Risiken zu minimieren", betont Lohwaßer. "Aufgrund der besonderen Situation des Berufsbildungswerks haben wir Teilnehmern mit erhöhten gesundheitlichen Risiken bereits Ende letzter Woche nahegelegt, umgehend nach Hause zu fahren und dort die weitere Entwicklung abzuwarten." Der Betrieb am Berufsbildungswerk und an den SRH-Schulen in Neckargemünd geht aber uneingeschränkt weiter und eine "Taskforce" beobachtet die Entwicklung.

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