Schönau

Bluttat mit dem Küchenmesser geschah im Wahn

Der 26-Jährige soll mit einem Messer auf seinen 67-jährigen Nachbarn eingestochen haben. Die Polizei ermittelt.

23.01.2023 UPDATE: 24.01.2023 20:30 Uhr 3 Minuten, 2 Sekunden

Archiv-Foto: Tim Kegel

Schönau-Altneudorf. (bmi) Der mutmaßliche Täter soll in einer Wahnvorstellung gehandelt und mit einem Küchenmesser zugestochen haben: Zu der Bluttat vom Samstag im Schönauer Stadtteil Altneudorf sind am Dienstag neue Details bekannt geworden.

Wie berichtet soll ein 26-Jähriger gegen 10 Uhr in den Kellerräumen eines Mehrfamilienhauses einen 67-Jährigen "mit Tötungswillen hinterrücks mit einem Messerstich schwer verletzt haben". Das Amtsgericht Heidelberg hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Unterbringungshaftbefehl gegen den Tatverdächtigen wegen des Verdachts des versuchten Mordes erlassen.

Der 26-jährige Tatverdächtige und sein mutmaßliches 67-jähriges Opfer sind Nachbarn. Ein vorheriger Konflikt zwischen den beiden ist nicht bekannt, wie Thomas Bischoff als Sprecher der Staatsanwaltschaft Heidelberg auf RNZ-Anfrage mitteilt. "Der Anlass für den Angriff ist wohl ausschließlich der Wahnvorstellung des mutmaßlichen Täters entsprungen, nicht durch reale Differenzen in der Vergangenheit."

Demnach gebe es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Beschuldigte die Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen habe. Die Ermittler gehen nach derzeitigem Stand auch von "einer schweren psychischen Erkrankung" des 26 Jahre alten Mannes aus Schönau aus. Er ist deshalb auch nicht in Haft, sondern in der forensischen Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses untergebracht.

Der 67-Jährige soll laut Polizei und Staatsanwaltschaft "schwerer Verletzungen im Bereich des Thorax" (Brustkorb) erlitten haben, ist aber außer Lebensgefahr. Er sei nach dem hinterrücks ausgeführten Stich mit einem Küchenmesser aus dem Keller in seine Wohnung geflüchtet.

Während er wenig später mit dem Hubschrauber samt Notarzt in ein Krankenhaus gebracht wurde, nahm die Polizei den Tatverdächtigen widerstandslos in dessen Wohnung fest. Der 26-Jährige habe sich bereits zu dem Geschehenen geäußert. Laut Bischoff lassen sich seine Angaben aber mutmaßlich krankheitsbedingt nicht mit der Realität in Einklang bringen.

Update: Dienstag, 24. Januar 2023, 20.29 Uhr


26-Jähriger wollte Nachbarn umbringen

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