Bammental

Brand-Ursache von Carport weiter unklar (Update)

Die Feuerwehr war schnell vor Ort und konnte Schlimmeres verhindern.

02.04.2024 UPDATE: 04.04.2024 19:52 Uhr 1 Minute, 51 Sekunden
Foto: PR-Video

Bammental. (bmi) Auch drei Tage nach dem Brand bei einer Schreinerei in Reilsheim ist die Ursache noch unklar. Brandschutzexperten der Polizei waren auch am Mittwoch noch mal vor Ort auf Spurensuche. "Es gibt derzeit keine Hinweise auf Fremdverschulden", berichtet Polizeisprecher Stefan Wilhelm auf Nachfrage der RNZ am Donnerstag. Dennoch werde weiter und in alle Richtungen ermittelt.

In der Nacht auf Dienstag waren im Tauschackerweg ein Carport und zwei Autos in Flammen aufgegangen – Lichtschein und Rauchwolke waren über dem ganzen Ort sichtbar. Bei den vollkommen ausgebrannten Fahrzeugen handelt es sich um ältere Modelle und nicht etwa E-Autos, wie Wilhelm betont.

80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren über Stunden im Einsatz, konnten Schaden an der angrenzenden Schreinerei weitgehend verhindern und die Schadensbilanz auf gut 100 000 Euro begrenzen. Verletzte gab es keine.

Update: Donnerstag, 4. April 2024, 19.52 Uhr


Polizei ermittelt nach Brand "in alle Richtungen"

Bammental. (bmi) "Immense Flammenfront, maximale Rauchentwicklung": Auch noch Stunden danach wählt Timo Winkelbauer diese negativen Superlative. Bammentals Feuerwehrkommandant leitete in der Nacht auf Dienstag einen Großeinsatz im Ortsteil Reilsheim. Bei einer Schreinerei im Tauschackerweg war ein Carport im Flammen aufgegangen.

Die Bilanz: Ein Schaden von gut 100.000 Euro, 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst, zwei völlig ausgebrannte und ein beschädigtes Auto, aber keine Verletzten. "Wäre es uns nicht gelungen, die Schreinerei zu schützen, hätte das ganz anders ausgehen können", zog Winkelbauer Bilanz. Die Brandursache ist derweil unklar, die Polizei ermittelt.

Schon beim ersten Blick nach der Alarmierung um 0.28 Uhr nahm Winkelbauer von seinem unweit entfernten Wohnhaus aus einen "gewaltigen Feuerschein" wahr: "Über dem ganzen Ort stand eine Riesen-Rauchwolke." Zusätzlich zur bei Großbränden in Industrieanlagen automatisch mitalarmierten Wiesenbacher Wehr wurden auch die Einsatzkräfte aus Gaiberg und Neckargemünd dazugerufen. Sofort ging es ans Löschen der auf rund zehn Meter Breite und in fünf Meter Höhe wütenden Flammen. Winkelbauer sprach von einem "massiven Vollbrand mit langer Vorbrandzeit". Eine Gasflasche hatte zudem eine heftige Detonation und die Gummireifen der Autos mehrere kleinere Explosionen ausgelöst.

Dank der zahlreichen Einsatzkräfte zeigte das Löschen schnell Wirkung und der Brand war nach einer guten halben Stunde im Griff. Bis dahin hatte das Feuer bereits den Carport und zwei darunter befindliche Autos komplett verschlungen. Die enorme Hitze brachte auch die Stoßstange eines mehr als fünf Meter entfernten Fahrzeugs ebenso zum Schmelzen wie Blumenkästen und die zur Abholung bereitgestellten Grünen Tonnen auf der anderen Straßenseite. Kurios: Ein geschmolzener Pflanzkübel verstopfte den Abfluss zur Kanalisation.

Die Bewohner eines angrenzenden Mehrfamilienhaus wurden wegen der starken Rauchentwicklung kurzzeitig evakuiert. An der Schreinerei selbst wurden Klimageräte zerstört und die Fassade beschädigt – das Innere samt Materiallager blieb verschont. Die auf dem Dach befindliche Photovoltaikanlage wurde abgeschaltet. Techniker überprüfen die Wiederaufnahme ihres Betriebs ebenso wie Experten der Polizei am Dienstagmorgen die Brandursache. "Es wird in alle Richtungen ermittelt", teilte Polizeisprecher Stefan Wilhelm auf Nachfrage mit. Die Feuerwehren waren in der Brandnacht indes mit rund 50 Kräften bis 3.30 Uhr im Einsatz.

Update: Dienstag, 2. April 2024, 20.01 Uhr