Eberbach

Alle Bauaufträge sind im Kasten

Der Gemeinderat sorgte vor der Sommerpause dafür, dass es am Hohenstaufen-Gymnasium weitergeht. Auch der erste Schritt für den Backgassen-Kanal ist gemacht.

02.08.2022 UPDATE: 02.08.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 37 Sekunden
Im Bereich der Aula des HSG werden im Zuge der Sanierung Fenster, Fassadenverkleidung und Decke montiert. Foto: Moritz Bayer

Von Jutta Biener-Drews

Eberbach. Welche Summe genau er als weitere überplanmäßige Ausgabe bewilligen sollte für die auf 4,5 Millionen Euro angewachsene energetische Sanierung des HSG, darüber hatte sich Rolf Schieck (SPD) bei der Lektüre seiner Unterlagen vergeblich den Kopf zerbrochen, wie er bemängelte. Die dem Gemeinderat jetzt von der Stadt vorgelegte und vom Mannheimer Planungsbüro erläuterte Beschlussvorlage ließ sich nach Meinung des Sozialdemokraten jedenfalls nicht eindeutig interpretieren: Immer sei er auf einer Differenz sitzen geblieben, forderte Schieck Aufklärung. Auch Kerstin Thomson (AGL) bat Stadt und Planer hier um nachvollziehbare Zahlen und Kostenaufstellungen für die gemeinderätliche Entscheidungsfindung.

Die Rede ist von drei nachträglich nötigen Auftragsvergaben fürs Hohenstaufen-Gymnasium, die mit überplanmäßigen Ausgaben erkauft werden müssen. Diese Ausgaben belaufen sich abzüglich eines gleichzeitig überflüssig gewordenen anderen Auftrags auf rund 100.000 Euro. Dass just diese Zahl – nämlich 99.836,83 Euro – dann überhaupt nicht vorkam in seiner Vorlage, musste Schieck in dieser letzten Ratssitzung vor der Sommerpause zusätzlich irritieren.

Einschließlich dieser drei neuen Nachtragsaufträge, die durch einen erst während der Abbrucharbeiten und der Materialentsorgung an Fenstern und Fassaden erkennbaren Mehraufwand verursacht wurden, wachsen die Kosten für Nachtragsvergaben am HSG jetzt auf fast 178.000 Euro an. Mit 16 Ja- und drei Nein-Stimmen votierte der Rat letztendlich für diese Auftragserweiterungen an die Firmen Alwico (Crailsheim) und Fritz (Murr).

Einstimmig akzeptiert wurde die Vergabe der Tiefbauarbeiten für die Kanalsanierung im Bereich Hohenstaufenstraße. Der Auftrag ging an die Eberbacher Firma Michael Gärtner zum Angebotspreis von rund 101.000 Euro. Es handelt sich dabei um den Sanierungsbeitrag der Stadt. Denn insgesamt wurden für dieses in Kooperation mit den Stadtwerken gestemmte Bauprojekt Kosten von 120 000 Euro errechnet.

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Die Kooperation erstreckt sich auch auf die Erneuerung des Abwasserkanals in der Backgasse. Auch für diese baulich komplexe Maßnahme waren städtischerseits Aufträge zu vergeben. Die Kanalerneuerung selbst schlägt hier mit über 622.000 Euro zu Buche, den Anteil der Städtischen Dienste hinzugerechnet, summiert sie sich auf rund 764.000 Euro. Die Tiefbauarbeiten schlagen mit weiteren 50.000 Euro auf den Preis. Und schließlich müssen in die Einbringung von Leerrohren zum Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in der Altstadt noch einmal rund 77.000 Euro netto aufgewandt ...

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