Wahlen

Informationen und Tipps zur Kreistagswahl

Nur Bewerber, die auf dem Stimmzettel stehen, sind wählbar.

08.06.2024 UPDATE: 08.06.2024 04:00 Uhr 1 Minute, 44 Sekunden
Ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Wahllokal“. Symbolfoto:dpa

Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) In den sieben Wahlkreisen im Neckar-Odenwald-Kreis sind am Sonntag 42 Kreisrätinnen und Kreisräte zu wählen. Durch den Verhältnisausgleich kann sich die Mitgliederzahl noch erhöhen. CDU, kommunale Freie Wähler, SPD, Grüne, AfD und FDP haben in allen Wahlkreisen gültige Wahlvorschläge eingereicht.

Jede Wählerin und jeder Wähler hat vorab einen hellgrünen Stimmzettel erhalten, der sich aus den Einzelstimmzetteln der jeweiligen Wahlvorschläge zusammensetzt. Die Wahl erfolgt persönlich im Wahllokal oder durch Briefwahl (Briefwahlunterlagen können bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung auch noch bis zum Wahltag, 15 Uhr, beim Bürgermeisteramt beantragt werden). Schreib- oder leseunkundige Wähler beziehungsweise Personen, die wegen einer körperlichen Beeinträchtigung nicht in der Lage sind, ihre Stimme allein abzugeben, dürfen sich einer Vertrauensperson zur Stimmabgabe bedienen.

Jeder Wähler darf höchstens so viele Stimmen vergeben, wie im Wahlkreis Kreisräte zu wählen sind: In den Wahlkreisen 1 (Hardheim, Höpfingen, Walldürn), 3 (Adelsheim, Osterburken, Ravenstein, Rosenberg, Seckach) und 5 (Binau, Fahrenbach, Limbach, Mudau, Neckargerach, Waldbrunn, Zwingenberg) sind je sechs, in den Wahlkreisen 2 (Buchen) und 4 (Billigheim, Elztal, Schefflenz) je fünf und in den Wahlkreisen 6 (Aglasterhausen, Haßmersheim, Hüffenhardt, Neunkirchen, Obrigheim, Schwarzach) und 7 (Mosbach, Neckarzimmern) je sieben Mitglieder des Kreistags zu wählen – dementsprechend viele Stimmen dürfen vergeben werden. Diese maximale Stimmenzahl darf nicht überschritten werden. Wer zu viele Stimmen vergibt, macht seinen Stimmzettel ungültig.

Zu beachten ist, dass nur Bewerber, die auf einem der Stimmzettel namentlich aufgeführt sind, gewählt werden können. Der Wähler kann entscheiden, ob er einen Einzelstimmzettel, also nur eine Partei oder Wählervereinigung, abgeben möchte oder auch mehrere. Kreuzt man das Kästchen hinter dem vorgedruckten Namen eines Bewerbers an oder trägt man die Zahl 1 ein, erhält dieser Bewerber eine Stimme; möchte man ihm zwei oder drei Stimmen geben, trägt man die Zahl 2 oder 3 ein. Dieses Verfahren wird Kumulieren genannt.

Bewerber, deren vorgedruckte Namen nicht ausdrücklich gekennzeichnet sind, erhalten keine Stimme. Es genügt nicht, die Namen der Bewerber, die man nicht wählen will, durchzustreichen. Will man mit nur einem Stimmzettel wählen, aber auch Bewerbern aus anderen Stimmzetteln Stimmen geben, kann man deren Namen in die freien Zeilen des Stimmzettels eintragen, den man für die Stimmabgabe verwendet. Dies nennt man Panaschieren. Hierdurch erhält der Bewerber eine Stimme, man kann ihm durch entsprechende Kennzeichnung aber auch zwei oder drei Stimmen geben. Die Stimmen, die dieser Bewerber erhält, werden bei der Sitzverteilung jeweils dem Wahlvorschlag zugerechnet, aus dem er übernommen worden ist.

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Eine Besonderheit: Man kann einen der Stimmzettel ganz ohne Kennzeichnung abgeben. Dann erhalten so viele auf diesem Stimmzettel aufgeführte Bewerber in der Reihenfolge von oben eine Stimme, wie in diesem Wahlkreis Mitglieder des Kreistags zu wählen sind. Das Gleiche gilt, wenn man den Stimmzettel im Ganzen kennzeichnet.

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