Heidelberg

In der Bahnstadtschule wird es jetzt schon eng

Die Fachräume wurden umgewidmet und das Angebot des Turnvereins teils gestrichen.

23.09.2022 UPDATE: 23.09.2022 07:00 Uhr 1 Minute, 13 Sekunden
Im Osten des Bürgerhauses B 3 in der Bahnstadt ist die Grundschule untergebracht. Hier wird es jetzt aber zu eng für alle Klassen. Foto: Philipp Rothe

Von Birgit Sommer

Heidelberg. Jetzt ging es noch schneller in der Bahnstadt: Nicht 13, sondern schon 14 Klassen – darunter vier erste Klassen – müssen in der für zwölf Klassen konzipierten Bahnstadtschule untergebracht werden. Dazu kommt noch eine Vorbereitungsklasse für ukrainische Flüchtlingskinder. Eine Auslagerung zweier Klassen in die Graf-von-Galen-Schule im Pfaffengrund hatten die Eltern im Sommer, das Regierungspräsidium Karlsruhe Anfang September abgelehnt.

Dafür ist es jetzt eng in der Schule am Gadamerplatz. Während die Stadt auf RNZ-Anfrage mitteilte, es stünden genügend als Klassenräume nutzbare Räume im Gebäude zur Verfügung, dazu noch Differenzierungs- und Fachräume, sehen die Eltern das anders. "Räume, die eigentlich für die Hortbetreuung und für die Sozialarbeit genutzt wurden, mussten zu Klassenzimmern umfunktioniert werden", berichtete eine Mutter. Laut Schulleitung seien "räumliche Ausweichmöglichkeiten vor allem für individuelle Lernangebote nicht gegeben". Auch das Mittagessen stehe trotz zeitlicher Ausweitung vor enormen räumlichen Herausforderungen. "Hier werden Fachräume genutzt werden müssen, um ausreichend Essensplätze schaffen zu können", hieß es vonseiten der Schule im Brief an die Eltern.

Auch bei der Turnhalle gibt es Einschränkungen. Der Heidelberger Turnverein (HTV) musste an zwei Nachmittagen sein Angebot für Kinder streichen. Die Halle wird für die Betreuung der Kinder durch den Verein Päd-aktiv gebraucht. "Bei der Belegung der Schulsporthallen hat das schulische Angebot bis 17 Uhr Vorrang", erklärte eine Sprecherin der Stadt gegenüber der RNZ. Doch stehe die Schulsporthalle der Grundschule Bahnstadt dem Verein an einem Wochentag ab 15 Uhr sowie an den übrigen Tagen ab 16.30 Uhr zur Verfügung. Für den Donnerstagnachmittag habe die Stadt dem Turnverein eine Alternative im SNP-Dome am Carl-Friedrich-Gauß-Ring angeboten. "Für den Mittwoch war dies leider nicht möglich."

Wie der Bedarf an Schulräumen in der Bahnstadt künftig befriedigt werden soll, ist noch nicht klar. Die Verwaltung, so die Sprecherin der Stadt, werde "im Herbst mit dem Gemeinderat längerfristige Handlungsoptionen für den Fall weiter steigender Zugangszahlen erörtern".

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