Heidelberg

Gemeinsam Kochen für die Integration

Der Kurs "Cook Your Future" will Geflüchteten neue Perspektiven geben und startet einen Wettbewerb für Veggieburger, um neue Interessierte zu locken.

25.11.2022 UPDATE: 25.11.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 8 Sekunden
Fiaz Ahmed (4.v.l.) und Rafiq Sherzad (r.) überzeugten beim Veggieburger-Wettbewerb die Jury mit ihren Kreationen. Unterstützung erhielten sie von Koch Frank Nuscheler (2.v.r.). Foto: Alex

Von Leon Kaessmann

Heidelberg. Im Bürgerzentrum in Kirchheim wird fleißig gebraten, geschnippelt und angerichtet. Eine fünfköpfige Jury sucht den besten vegetarischen Burger, der von Geflüchteten zubereitet wird. Alle Köche an diesem Tag haben in den letzten Jahren den Kurs "Cook Your Future" ("Koche Deine Zukunft") besucht, der von der Heidelberger Jugendagentur betreut wird. Im Rahmen eines mehrmonatigen Kochkurses sollen Geflüchtete neben dem Kochen auch die deutsche Sprache lernen. Der Veggieburger-Wettbewerb soll auf den Kurs aufmerksam machen, denn zurzeit fehlen die Interessenten.

"Wir verstehen uns nicht nur als ein bloßer Kochkurs", erklärt Christoph Ecken. Er begleitet das Projekt seit Beginn 2017 und ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. "Jeden Tag verbringen die Teilnehmer, die alle aus verschiedenen Nationen kommen, viel Zeit miteinander, sprechen und essen zusammen." Das Kochen dient als Brücke, um die Kultur, den gemeinsamen Umgang und die Sprache zu fördern. Dazu gibt es jeden Freitag Exkursionen, so zum Beispiel auf Fachmessen. "Wir vermitteln anschließend auch Arbeitsplätze oder Ausbildungsplätze", so Ecken. Das Ziel sei es, nachhaltig zu helfen.

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Die Voraussetzungen für die Kursteilnahme sind bewusst niedrigschwellig gehalten. Das Sprachniveau sei erst einmal egal, auch wenn "B1-Niveau optimal wäre", erklärt Christoph Ecken. Eine gewisse Affinität fürs Kochen sei ebenfalls hilfreich. Trotz der einfachen Teilnahmebedingungen fehlt es zurzeit an Interesse. "Die Flüchtlinge, die in der Welle 2015 und 2016 gekommen sind, sind inzwischen versorgt", sagt Ecken. Und viele ukrainische Geflüchtete würden längerfristig gerne zurück und sich nicht festlegen wollen, vermutet er. Sie seien aber "selbstverständlich herzlich willkommen". Ecken freut sich über neue Anmeldungen. "Wir suchen noch motivierte Teilnehmer für den Start des neuen Kurses ...

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