Nachruf auf Jana Stahl

"So viele Bücher, so wenig Zeit"

Jana Stahl, Lektorin, Journalistin und Netzwerkerin der Bücherbranche, ist im Alter von 42 Jahren gestorben.

25.01.2023 UPDATE: 25.01.2023 06:00 Uhr 2 Minuten, 1 Sekunde
Jana Stahl. Foto: zg

Heidelberg. (RNZ) Sie war Lektorin, Journalistin, Podcasterin und eine engagierte Netzwerkerin der Bücherbranche. Nach schwerer Krankheit ist die Heidelbergerin Jana Stahl im Alter von 42 Jahren am 12. Januar 2023 verstorben.

Ihre Stimme kennen viele Menschen: die Hörer des "Dreamers"-Podcasts des Interkulturellen Zentrums, des Podcasts der Heidelberger Literaturtage, der Literatursendung "Frisch gepresst" bei "Radioaktiv", der Podcasts für Buchverlage wie Beltz. Ihr letztes Projekt war ebenfalls eine Audioproduktion: "Die Nasenschleuder – der Rhabdomyosarkom-Podcast", in dem sie offen über ihre Krebserkrankung sprach.

Doch meistens stand Jana Stahl nicht in der ersten Reihe. Sie arbeitete und engagierte sich im Hintergrund – und das sehr erfolgreich. Die Buchbranche und der Verein "Bücherfrauen" waren ihr Herzensprojekt. Hier stand sie zeitweise an der Spitze der Regionalgruppe Rhein-Neckar, vernetzte Frauen in der Buchbranche, aber auch bundesweit. Von 2017 bis 2021 war sie Bundesvorsitzende der "Bücherfrauen" und vertrat die Interessen der Frauen aller Zweige der Buchbranche.

Mit dem gesprochenen Wort wurde Jana Stahl bekannter – das geschriebene Wort war ihr Steckenpferd. Schon während Schulzeit und Studium arbeitete sie beim Heidelberger Buchhändler Daniel Streiff, später in der Buchhandlung von Susanne Himmelheber. Nach ihrem Uni-Abschluss in Mainz arbeitete die Buchwissenschaftlerin zuerst bei verschiedenen Verlagen und machte sich dann 2009 als Lektorin selbstständig.

Es war kein Zufall, dass sie unter dem Titel "die Wort-Ratgeberin" firmierte und ihren Kundenstamm auch als Journalistin stetig ausbaute. Dazu gehörten neben vielen Verlagen die Heidelberger Koordinationsstelle der Unesco City of Literature, die Online-Redaktion der Rheinpfalz und das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT).

Daneben engagierte sie sich immer wieder auch für neue Projekte. Sie gehörte zu den Mitgründern des Barcamps Rhein-Neckar, das im Dezernat 16 durchgeführt wurde. Sie organisierte 2013 die erste Tanz-Demonstration "One-Billion-Rising" in der Hauptstraße für die Heidelberger Frauenverbände, bei denen sie die "Bücherfrauen" Rhein-Neckar vertrat. "One Billion Rising" ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung.

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