Triggerfaktoren im Blick habe

Neurodermitis bei Kindern

Neurodermitis bei Kindern ist gar nicht so selten. Wichtig für Kinder und Eltern: mögliche Auslöser im Blick zu haben - und zu vermeiden.

09.09.2022 UPDATE: 09.09.2022 08:45 Uhr 41 Sekunden
Fürs tägliche Eincremen mit Cortisoncreme sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. Denn auch eine hektische Atmosphäre kann Neurodermitis triggern. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn​

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung, die in aller Regel in Schüben verläuft. "Das heißt, es gibt Phasen, in denen Betroffene nahezu beschwerdefrei sind", erklärt die Münchner Hautärztin Marion Moers-Car.

Doch wann kommt es zu einem neuen Schub? Auslöser dafür sind bestimmte Triggerfaktoren, die von Kind zu Kind ganz unterschiedlich sein können.

"Als Triggerfaktoren kommen beispielsweise Wolle, Seifen, Tabakrauch, aber auch etwa Schweiß oder Stress oder ganz allgemein Hitze oder Kälte in Frage", sagt die Dermatologin Regina Fölster-Holst vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.

Auch Lebensmittel können die Krankheit beeinflussen

Auch bestimmte Nahrungsmittel wie Milch oder Erdnüsse können einen Neurodermitis-Schub anstoßen. Für Familien ist es daher wichtig, mögliche Trigger im Blick zu haben und diese möglichst zu vermeiden.

So kann etwa Stress vermieden werden, indem genug Zeit für das Eincremen der Haut einkalkuliert wird. Fölster-Holst rät: "Lieber morgens etwas früher aufstehen und cremen und es abends nicht hopp-hopp vor dem Zubettgehen machen."

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