Espresso, der keiner ist

Was macht den Espressokocher so kultig?

Am Espressokocher scheiden sich die Geister: Für die einen ist er Kult, für die anderen brandgefährlich. Doch wie lässt sich zu Hause der perfekte Espresso zubereiten?

22.09.2022 UPDATE: 22.09.2022 11:08 Uhr 3 Minuten, 20 Sekunden
Für den Espresso aus dem Espressokocher sollten Kaffeebohnen frisch gemahlen werden - nicht zu grob, sonst schmeckt er sauer, nicht zu fein, sonst schmeckt er bitter. Foto: Christin Klose/dpa-tmn​

Von Sabine Meuter

Was für ein Duft, was für ein Aroma: Ein Espresso! Viele schwören darauf, ihn dann und wann oder sogar regelmäßig zu genießen. Die italienische Kaffeespezialität lässt sich auch zu Hause mühelos zubereiten. Etwa mit einem Espressokocher in Form einer Herdkanne?

Für manche ist das der Klassiker schlechthin. Aber: "Ein echter Espresso lässt sich mit einer Herdkanne genau genommen nicht brühen", sagt Holger Preibisch vom Deutschen Kaffeeverband in Hamburg. Denn dafür ist erstens das Wasser in der Kanne zu heiß. Und zweitens mangelt es bei dieser Zubereitungsart an ausreichendem Druck, mit dem das Wasser von unten durch das Kaffeepulver in die Kanne aufsteigt.

Dennoch sind Espressokocher seit langer Zeit Kult - und aus vielen Küchen einfach nicht wegzudenken. Von Italien aus trat die Kanne - im Original heißt sie Caffettiera oder Moka - ihren Siegeszug um die Welt ab 1933 an. Alfonso Bialetti hatte den "Moka Express", eine achteckige Kanne aus Aluminium zur Zubereitung von Espresso auf dem heimischen Küchenherd, kreiert.

Aus Aluminium, Edelstahl, Porzellan oder elektrisch

Heutzutage gibt es Espressokocher auch von anderen Herstellern in zig Ausführungen und nicht nur aus Aluminium, sondern auch aus Edelstahl und teils auch aus Porzellan. Neben Herdkannen sind auch elektrische Espressokocher im Handel erhältlich.

Das Prinzip eines Espressokochers ist einfach: Die Kanne aufschrauben, Filtertrichter entnehmen. In den Kessel kommt nun Wasser bis zur Markierung. Jetzt den Trichtereinsatz wieder einsetzen, ihn mit Kaffee befüllen und die Menge mit dem Löffelrücken gleichmäßig verteilen und glatt streichen. Das Oberteil fest aufschrauben und den Espressokocher auf die Herdplatte stellen und erhitzen. Beginnt es zu zischen und kommt kein Wasser mehr aus dem Steigrohr, ist das Heißgetränk fertig.

Die klassische Espressokanne aus Italien ist achteckig, aus leichtem Aluminium und sollten nicht in der Spülmaschine gereinigt werden. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn​

Was alles schiefgehen kann und die Lösung dafür

Doch bei der Zubereitung kann auch einiges schiefgehen - weshalb es manche meiden, Herdkannen zu nutzen. Wobei es in aller Regel für die meisten Probleme auch eine Lösung gibt. Kommt seitlich Wasserdampf heraus, raten Fachleute, die Dichtung zu ...