RNZ-Podcast "Ein Kreuz, zwei Stimmen"

Grün-Schwarz: Weder "Kiwi" noch komplementär – mit den Politikwissenschaftlern Felix Hörisch und Stefan Wurster (Folge 19)

Sören Sgries und Alexander Rechner klopfen die aktuellen Themen der Landespolitik ab.

07.01.2021 UPDATE: 10.03.2022 16:00 Uhr 7 Minuten, 55 Sekunden

Heidelberg. (ar/sös) Wichtige Politik wird nur im fernen Berlin gemacht? Von wegen! Gerade die "Corona-Jahre" haben uns vor Augen geführt, dass Landespolitik alles andere als langweilig ist - und zwar nicht erst, wenn "Wutbürger" in Stuttgart auf die Straße gehen. Was in der Villa Reitzenstein und im Talkessel entschieden wird, betrifft jeden im Land.

Unser Podcast "Ein Kreuz, zwei Stimmen" klopft die aktuellen Themen der Landespolitik ab. Wir liefern hintergründige Themenschwerpunkte. Und wir holen spannende Gesprächspartner zum Interview vor das Mikrofon.

Unser Ziel: Wer unseren Podcast hört, kann am (virtuellen) Stammtisch fundiert mitreden über die Debatten im Land.





"Wir haben uns nicht gesucht, doch wir haben uns gefunden": So äußerte sich CDU-Landeschef Thomas Strobl als 2016 die erste grün-schwarze Koalition in Baden-Württemberg feststand. Eine "Liebesheirat" war das, anders als die grün-roten Jahre zuvor, sicherlich nicht. Aber was war Grün-Schwarz dann? Eine "Komplementärkoalition", wie die Beteiligten gerne behaupten? Eine "Kiwi-Koalition", in der die Grünen dominierten?

Die Politikprofessoren Felix Hörisch und Stefan Wurster ziehen in der 19. Folge des RNZ-Podcasts zur Landespolitik einen wissenschaftlichen "Schlussstrich" unter das erste grün-schwarze Kabinett unter Winfried Kretschmann – und wagen im Gespräch mit Politikredakteur Sören Sgries auch einen Ausblick darauf, was das für die Wiederauflage dieser Koalition seit dem Frühjahr 2021 bedeuten könnte.

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Privat teilen Lena Schwelling (29) und Pascal Haggenmüller (33) eine große Leidenschaft: das Wandern. Gemeinsam in den Alpen waren sie allerdings noch nicht. Dafür sind sie seit Dezember 2021 politische "Kletterpartner", auf der Suche nach neuen Gipfeln – nämlich als neu gewählte Landesvorsitzende der Südwest-Grünen.

In der 18. Folge sprechen sie mit RNZ-Politikredakteur Sören Sgries über die Gratwanderung, die es bedeutet, eine sich zunehmend verjüngende Partei für eine breitere Wählerschaft attraktiv zu halten. Darüber, warum die Grünen keinesfalls nur "Unistadt-Partei" bleiben dürfen, sondern den ländlichen Raum erobern müssen. Über die Schwierigkeit, auf allen Ebenen – von Stuttgart bis Berlin - "Realpolitik" machen zu müssen. Und über eine Südwest-FDP, die doch nicht mehr so unbedingt als Regierungspartner taugt, wie gerade jüngere Grüne es noch im Frühjahr 2021 gehofft hatten.