Hintergrund KI Heidelberg

24.10.2023 UPDATE: 23.10.2023 06:00 Uhr 52 Sekunden

Die Start-up-Szene in Heidelberg boomt, heißt es beim Technologiepark. Demnach ist die Zahl der Gründungen hier in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Knapp 180 Start-ups zählt der Technologiepark Heidelberg dem Magazin "Found" zufolge derzeit in der Stadt. Der Schwerpunkt: Life Science (73) und Software (33). 17 Start-ups wurden den Angaben nach im Jahr 2018 in Heidelberg gegründet, 2021 waren es 34. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl lag die Stadt damit auf Platz drei – direkt hinter Berlin und München. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Gründungen in Heidelberg wieder auf 17. Allerdings, betont der Technologiepark, sei 2022 die Anzahl der Gründungen deutschlandweit zurückgegangen. Zu den Software-Start-ups in der Stadt zählen auch die, die sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigen.

KI bezeichnet meist Anwendungen auf Basis maschinellen Lernens, bei denen eine Software große Datenmengen nach Übereinstimmungen durchforstet und daraus Schlussfolgerungen zieht. Solche Anwendungen werden bereits in vielen Bereichen eingesetzt. Sie können zum Beispiel Aufnahmen von Computertomografen schneller und mit einer höheren Genauigkeit auswerten als Menschen. Auch selbstfahrende Autos versuchen so, das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer vorherzusagen. Chatbots oder automatische Playlists von Streaming-Diensten arbeiten ebenfalls mit KI.

Einen öffentlichen Hype erfuhr das Thema zuletzt durch große Sprachmodelle wie etwa ChatGPT. Sie analysieren riesige Textmengen und erkennen, welche Wörter häufig zusammen vorkommen. Auf dieser Grundlage kann ein solches Modell vorhersagen, welches Wort wahrscheinlich als Nächstes in einem Satz auftaucht – und so plausibel klingende Sätze formulieren.