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Hintergrund – Bestimmungen für die Entlassung deutscher Kriegsgefangener in Frankreich 1947

23.01.2024 UPDATE: 23.01.2024 06:00 Uhr 36 Sekunden

Bestimmungen für die Entlassung deutscher Kriegsgefangener in Frankreich 1947: Nach einem Erlass der französischen Regierung vom Mai 1947 wurden Kriegsgefangene, die nach dem 1. Januar 1929 geboren waren, sofort entlassen.

Danach folgten, mit 1. Kategorie bezeichnet, ehemalige Soldaten, die aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet hatten, was sie aber den Behörden beweisen mussten.

Zur 2. Kategorie gehörten Kriegsgefangene, die am 1. Januar 1947 über 50 Jahre alt und zur 3., die am 1. Juni 1947 45 Jahre und älter waren.

Zur 4. Kategorie gehörten Unteroffiziere, die sich freiwillig zu schweren Arbeiten gemeldet und zur 5., ehemalige Soldaten, die Frankreich während der Besatzung wichtige Dienste erwiesen hatten.

Die 6. Kategorie umfasste Väter von vier und mehr Kindern, die 7. Witwer mit zwei und mehr Kindern.

Zur 8. Kategorie gehörten Unteroffiziere, die leichte Arbeiten verrichteten, zur 9. Kriegsgefangene, die am 1. Juni 1947 älter als 40 Jahre waren und zur 10. Kategorie Väter von drei Kindern.

Nicht entlassen wurden zu diesem Zeitpunkt Soldaten der Waffen-SS, Soldaten, die Kriegsverbrechen beschuldigt wurden, NSDAP-Mitglieder, vom Blockwart aufwärts, und aktive Offiziere aller Waffengattungen. (aot)