Wiesloch

Rock und Folk mit großem Spaßfaktor

Andrea van Bebber war mit ihrer Band beim Jazzclub Wiesloch am Alten Stadtbahnhof zu Gast. Begeisterung herrscht bei den Gästen.

05.08.2022 UPDATE: 05.08.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 18 Sekunden
Bei toller Musik wurde viel gelacht: „Andrea van Bebber und Band“ waren mit (v.li.) Thomas Ochs, Joe Fröhlich, Hannes van Bebber, Andrea van Bebber und Wieland Keilholz zu Gast beim Wieslocher Jazzclub. Foto: Of

Von Hans-Joachim Of

Wiesloch. Sie arbeitet als Schriftstellerin in Heidelberg und Mannheim, ist Autorin mehrerer Kinderbücher, kennt sich auch mit Entspannungs- und Hypnotherapie aus. Doch Andrea van Bebber, die 1957 in Marburg an der Lahn geboren wurde und heute in Bammental lebt, ist in erster Linie auch Musikerin, sogar Multiinstrumentalistin. Jetzt gastierte die fünffache Mutter mit ihrer Band, für die sie auch die Songtexte schreibt, beim Jazzclub Wiesloch am Alten Stadtbahnhof und gab mit "ein bisschen Rock und Folk sowie einem Schuss Singer/Songwriter" Kostproben ihres Könnens.

"Wir bieten vier Mal im Jahr eine Veranstaltung am Sonntagmorgen an", teilte der Jazzclub-Vorsitzende Bernhard Berberich mit. Der Gastgeber hatte im Vorfeld "zarte, laute, und aggressive Klänge sowie Melancholisches und Witziges angekündigt" – und die Formation lieferte. Allen voran die Frontfrau, die als Sängerin, Gitarristin und Pianistin beim zweiteiligen Set den Ton angab. Sie legt offensichtlich großen Wert auf die Musik, aber auch die deutschen, gehaltvollen Texte.

Das von Johann Wolfgang von Goethe entlehnte Motto der Künstlerin lautet: "Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen." Und so baut sie ihre Lieder, mal augenzwinkernd, mal heiter, so wie das humoristisch-komödiantisch angehauchte "Einkaufen" oder das lustige "Jaqueline". Dann hatte die Frau, die so herzlich ansteckend lachen kann, auch Stücke mit ernstem Hintergrund im Repertoire, wie das gesellschaftskritische "Angst".

Weitere Songs hießen "Altlast", "So klein und so zart", "Dass du bei mir bist" – und natürlich "Sommerregen", ein 30 Jahre altes Liebeslied, wie die viel Applaus spendende Gästeschar erfuhr, die auch das urige Ambiente in der Bluesstation genoss. Detlev aus Wiesloch freute sich: "Ich finde es toll, dass die Leute zuhören!"

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Ihre erste Band hatte die Geschichten-Erzählerin nach langer Babypause 1992 gegründet und "Common Ground" war mit irischen, jiddischen und deutschen Liedern gut angekommen. Mit "HerzinTakt" gab es ab 2009 nur noch eigene Songs und zweistimmigen Gesang, akustische und elektrische Gitarren, dazu Bass, Klavier, Querflöte und Schlagzeug. Und das ist bis heute so geblieben, obwohl Mitmusiker abwanderten und neue hinzu kamen.

Für Ton und Technik ist Heinrich Weilhard stets der richtige Mann. Aktuell begeisterte an der Querflöte Thomas Ochs, der sicherlich schon viel Jethro Tull und Mastermind Ian Anderson ...

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