Weinheim

Geschlossen auf der Seite der Bodenschützer der "Hinteren Mult"

Grüne und GAL bedauern den Beschluss zur Entwicklung und positionieren sich. Die Ansichten im Gemeinderat gehen auseinander.

25.11.2022 UPDATE: 25.11.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 1 Sekunde
Die „Hintere Mult“ in Weinheim. Foto: Kreutzer

Weinheim. (web) Im Nachgang zu der Gemeinderatsentscheidung zur Hinteren Mult hat die GAL-Fraktion gemeinsam mit dem Vorstand von GAL und Bündnis 90/Die Grünen über das weitere Vorgehen beraten. Ergebnis: Alle bedauern die Ablehnung des Kompromissvorschlags der GAL und stehen nun fest an der Seite der Kritiker von Gewerbe in der Hinteren Mult. "Die Entscheidung im Gemeinderat für eine Entwicklung des gesamten Gebiets war knapp und wird leider die gespaltene Stadtgesellschaft nicht befrieden", teilen die Grünen mit.

Besonders bedauerlich sei, dass der Firma B&S nun ein schwieriger Weg bevorstehe, so GAL und Grüne. Die Fraktion hatte in der Sitzung vorgeschlagen, nur einen Teil der Äcker für eine Erweiterung des Filterherstellers zur Verfügung zu stellen und den Rest freizulassen. "Der Kompromissvorschlag hätte für diese Firma schneller zu einer Lösung geführt," ist Fraktionsvorsitzende Elisabeth Kramer überzeugt. "Denn über einen kleinen Anteil am Baugebiet nur für diese Firma hätte sich wohl kein Wille für einen Bürgerentscheid aufgetan. Zumindest haben sich alle Betroffenen in diesem Sinne geäußert."

Jetzt, nachdem die Politik mit dem "ergänzenden Verfahren" den Weg zur Entwicklung der ganzen 11,36 Hektar großen Hinteren Mult eingeschlagen habe, bleibe die Perspektive ungewiss. Weitere Klagen und Gerichtsverfahren seien zu befürchten: "Das bedauern Fraktion und Vorstand von GAL und Grünen."

Ob es nun zu einem Bürgerentscheid kommt, werde sich zeigen. "Für uns Grüne in Weinheim gilt auch in Zukunft, dass wir alle Menschen unterstützen, die Klima und Ökologie und damit auch den Erhalt dieses Stücks Landwirtschaft aktiv schützen möchten." Man sehe sich weiter geschlossen auf der Seite der Bodenschützenden und damit auf der Seite des wachsenden Anteils der Bürgerschaft, die keine weiteren Flächen versiegelt haben wollen. Dies habe sich nicht nur in den Statements von Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt gezeigt.

Der Kompromissvorschlag der GAL stieß auch in weiteren Fraktionen oder Fraktionsteilen prinzipiell auf Zustimmung. Auch Erster Bürgermeister Torsten Fetzner plädierte dafür.

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