Walldorfer "Nacht der Ausbildung"

Azubis werden dringend gesucht

32 Unternehmen informieren bei der "Nacht der Ausbildung" über ihre Angebote. Die Betriebe können am 24. Juni besichtigt werden.

18.05.2022 UPDATE: 23.05.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 29 Sekunden
„Schlauer über Nacht“, so lautet das Motto der Walldorfer „Nacht der Ausbildung“. Unternehmensvertreterinnen und -vertreter präsentierten das Plakat. Foto: Helmut Pfeifer

Von Maria Stumpf

Walldorf. Die Suche nach begabten Auszubildenden gestaltet sich für viele Unternehmen immer schwieriger, neue Wege und Ideen werben für Aufmerksamkeit. Schülerinnen und Schüler fragen sich derweil, welche Berufe es so gibt, wie die Ausbildung funktioniert oder ob man erst mal ein Praktikum machen sollte. Am Freitag, 24. Juni, laden die Stadt Walldorf und 32 große und kleine Firmen und Institutionen deshalb wieder zur "Nacht der Ausbildung".

Das hilft beiden Seiten: Rund 90 Ausbildungen und Studiengänge werden vorgestellt. "Es gibt diese Ausbildungsnacht nun im elften Jahr und sie hat sich längst zu einem Erfolgsmodell entwickelt", betonte Susanne Nisius von der Wirtschaftsförderung der Stadt beim Netzwerk-Treffen der beteiligten Unternehmen. Gastgeber war die seit 2019 in Walldorf ansässige Firma Promega. In den vergangenen Jahren seien bis zu 25 Betriebe in der Ausbildungsnacht dabei gewesen, erklärte Nisius.

"Dass wir immer mehr werden, freut uns. Es zeigt wohl aber auch die Notwendigkeit." Das Besondere der Walldorfer Ausbildungsnacht sei, dass die Teilnehmenden im Stadtgebiet von Unternehmen zu Unternehmen mit dem Rad oder auch kostenfrei mit einem Shuttle-Bus auf Tour sein und die Betriebe erkunden können. "Der Blick hinter die Kulissen vor Ort und die persönlichen Gespräche und Eindrücke sind doch wichtig", erklärte sie das Motto "Schlauer über Nacht". In der Zeit von 17 bis 22 Uhr gibt es Infos zu Jobs rund um die Orthopädie, Handwerksberufen oder Büromanagement, ebenso sind ein Reisebüro, Ikea und die Heidelberger Druckmaschinen dabei, wie auch die Stadtwerke, ein Bettenfachgeschäft, IT-Unternehmen, die "Zipfelmützen" als soziale Bildungseinrichtung, Immobilienmakler oder die Industrie- und Handelskammer (IHK). Es ist ein breites Spektrum und dazu gibt es auch Tipps für gute Bewerbungsmappen, Mitmachaktionen und an einigen Standorten Snacks und Getränke.

Viele Unternehmen lassen in dieser Nacht ihre Azubis zeigen, machen und erzählen. "Es ist ein schöner Austausch unter jungen Leuten. Das ist eigentlich unbezahlbar", formulierte ein Teilnehmer der Unternehmer-Runde die Strategie. Mehrere betonten, dass sie in den vergangenen Jahren über die Ausbildungsnacht Azubis und auch Praktikanten gewonnen hätten. "Es lohnt sich also für alle Beteiligten."

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Bei den großen Firmen habe es in der Vergangenheit bis zu 1000 Besucherinnen und Besucher auch aus der Region in der Ausbildungsnacht gegeben, kleinere freuten sich über 50 bis 70", ergänzte Nisius. "In kurzer Zeit können Schülerinnen und Schüler aus erster Hand viel über Ausbildungswege oder Studiengänge erfahren. Das gibt es sonst so nicht", warben die Veranstalter.

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