Walldorf

PH-Studierende machen Stationentheater bei Ikea

Lebensfragen zwischen Billy und Pax: Es gab unkonventionelle Darbietungsform auf verschiedenen Metaebenen.

19.01.2023 UPDATE: 19.01.2023 06:00 Uhr 2 Minuten, 52 Sekunden
Eine von insgesamt sechs Geschichten des Stücks: Die Suche nach der richtigen Couch für ihr gemeinsames neues Zuhause weckt im jungen Paar Lucy und Josh eine hitzige Diskussion darüber, was sie sich für ein – gemeinsames? – Leben wünschen. Foto: Helmut Pfeifer

Von Sarah Eiselt

Walldorf. "Wir wurden sogar von den Kunden angesprochen und um Hilfe gebeten, weil sie dachten, wir arbeiten hier", lacht die Studierende Cora Kräutle, die die Rolle einer Ikea-Mitarbeiterin spielt und dabei die unverkennbare gelbe Arbeitskleidung trägt.

Die Vorstellung des Stücks "My Flatpack Life" von Ed Hartland findet bewusst während des laufenden Betriebs statt: "Mehr können wir die reale Welt nicht mit der gespielten Welt verbinden", fügt ein weiterer Student, Lennart Ries, hinzu. Die Besonderheit: Die elf spielen ein Stationentheater quer durch das Walldorfer Einrichtungshaus.

Hierbei müssen die Zuschauer den Szenenwechseln der Schauspieler folgen, es gibt keine feste Bühne, keinen Sitzplatz. "Damit bringen wir das Theater zu den Leuten und nicht die Leute ins Theater", erklärt der Leiter der Gruppe, Nicholas Humphrey. Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer der English Drama Group der Pädagogischen Hochschule (PH) Heidelberg sind zwischen 22 und 27 Jahre alt und führen diese Woche das Stück auf, ausschließlich auf Englisch.

"Uns ging es darum, auf unkonventionelle Art den Lernenden etwas beizubringen. Die Studenten sollen die Scheu vor anderen verlieren und die Sprache zu ihrer eigenen machen. Erleben steht im Vordergrund. Da wird auch mal improvisiert", so Humphrey.

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Das Skript hat der gebürtige Engländer dabei selbst mit einem Freund aus England geschrieben. Vor der ersten Vorstellung seien alle nervös gewesen, erst morgens wurden noch die letzten Szenen in ihrer Abfolge getauscht.

Auch die Konstellationen innerhalb der Spielgruppe werden regelmäßig geändert, schildert Leonie Burger."Jeder von uns ist mal Backstage tätig und jeder spielt auch mal. So können alle verstehen und wertschätzen, was jeder überhaupt leistet." Das habe man auch schon bei einem früheren Stück so gehandhabt. Damals spielten sie William Shakespeares "Ein Sommernachtstraum". Dies sollte eigentlich auch schon zur schwedischen Mittsommer-Zeit im Juni in Walldorf präsentiert werden, wurde aber ...

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