Schriesheim

Pellets statt Gas? Geht doch!

Neue Heizung für ein städtisches Haus im Burgweg beschlossen - Einhellige Zustimmung im Ausschuss

26.05.2022 UPDATE: 27.05.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 56 Sekunden
Symbolfoto: dpa

Von Max Rieser

Schriesheim. Vor zwei Monaten flammte wieder eine alte Debatte hoch: War es sinnvoll, beim Gymnasium eine Gas- statt einer Pelletanlage einzubauen? Gas ist als fossiler Energieträger ein Klimakiller und wegen der Abhängigkeit von Russland nicht unumstritten, bei Pellets macht die Feinstaubbelastung Sorgen. Mit dem Ergebnis, dass es bei Gas bleibt, weil der Kessel schon eingebaut ist.

Dass es doch anders geht, beweist eine städtische Immobilie im Burgweg, die eine neue Heizung bekommen soll, worüber der Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) diskutierte: In dem Mehrfamilienhaus wurde zum Ende der Heizperiode ein Defekt in der Heizungsanlage festgestellt. Die acht Wohneinheiten wurden bislang durch eine Flüssiggasheizung, die vor 17 Jahren in Betrieb genommen wurde, beheizt. Da vor drei Jahren schon mal der Wärmetauscher gewechselt werden musste, würden die Instandhaltungskosten nun den Wert der Anlage übersteigen, berichtete auch Bauamtsleiter Markus Dorn.

Da die Stadt auch in anderen Liegenschaften schon gute Erfahrungen mit Pelletheizungen gemacht habe, wolle man hier ebenfalls eine solche mit Partikelfilter und Solarthermie einbauen. Zudem würden die Pellets günstiger, je mehr man davon einkaufe. Der Lagerraum für die Pellets werde im Keller des Hauses eingerichtet. Für den Neubau wurden verschiedene Angebote eingeholt, das beste kam von der Firma "FerMan" aus Weinheim mit Kosten für den Einbau der Heizungsanlage samt Partikelfilter, Solarthermie, Außenkamin und Entkalkungsanlage von knapp 76.000 Euro.

Durch den Einbau einer Pelletheizung mit Solarthermieunterstützung erfüllt man zudem auch alle Anforderungen, um eine staatliche Förderung zu erhalten. Durch die Umrüstung von Gas auf Pellets erhalte die Stadt eine Förderung von 35 Prozent. Der Einbau des Partikelfilters würde zusätzlich mit fünf Prozent der Kosten gefördert. Insgesamt liegt die maximale Förderung bei 24.000 Euro. Da die Lieferzeit bei aktuell zehn bis zwölf Wochen liegt, bat Dorn darum, den Auftrag möglichst schnell erteilen zu können, damit alles zur nächsten Heizperiode, also zum Herbst, fertig ist. Würden die Gastanks im Vorgarten entfernt, könnten laut Dorn außerdem Fahrradstellplätze für die Bewohner entstehen.

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