Schönau

Aufregung um Feuerwerk am Schäferbuckel

Trotz Waldbrandrisiko haben Unbekannte am Dienstagabend eine "Feuerwerk- und Knallerorgie" veranstaltet.

28.07.2022 UPDATE: 28.07.2022 10:01 Uhr 1 Minute, 7 Sekunden
Symbolfoto: dpa

Schönau. (lesa) Was RNZ-Leserin Birgit Helfricht am Dienstagabend in Schönau beobachtete, macht nicht nur die Schönauerin angesichts des stark erhöhten Waldbrandrisikos fassungslos: In den frühen Abendstunden habe sie beobachtet, wie im Bereich des Schäferbuckels Feuerwerke entzündet worden seien. Von einer "Feuerwerk- und Knallerorgie" spricht Helfricht, die mit Blick auf die aktuellen Waldbrände in der Sächsischen Schweiz sagt: "Ich habe nichts gegen Feste, aber das ist schlimm, was hier passiert."

Fakt ist: "Geballert" werden darf in Deutschland offiziell vom 31. Dezember um 0 Uhr bis zum 1. Januar um die gleiche Zeit. Außerhalb dieses Zeitraums sind Feuerwerke ab der Kategorie II nur mit Genehmigung der jeweils zuständigen Behörde gestattet. Professionelle Pyrotechniker müssen Feuerwerke derweil vorab bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung anzeigen.

Weder ein Antrag auf ein Feuerwerk noch eine solche Anzeige seien jedoch im Schönauer Rathaus eingegangen, teilte Bürgermeister Matthias Frick auf Nachfrage der RNZ mit. Und selbst wenn: Ob diese dann genehmigt worden wäre, ist unwahrscheinlich. "Wir sind wahrscheinlich der Ort, der Feuerwerke am wenigsten genehmigen würde", sagte Frick mit Blick auf die Lage Schönaus inmitten eines Waldgebiets. Zu unberechenbar sei Pyrotechnik angesichts der hohen Waldbrandgefahr.

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Und was bedeutet das nun im Falle des von Helfricht beobachteten Feuerwerks? Hier sind der Stadt gewissermaßen die Hände gebunden, wie Bürgermeister Frick ausführte. Denn angezeigt worden sei nichts und zum Urheber liegen der Verwaltung keine Hinweise vor. Generell könne man zwar als Ortspolizeibehörde eine Ordnungswidrigkeit aussprechen, die Untersuchung sei aber Aufgabe der Polizei. "Wenn jemand Hinweise auf das Abbrennen pyrotechnischer Artikel hat, kann er sich aber gerne bei der Stadtverwaltung oder dem Polizeiposten Schönau melden", betont der Rathauschef und ergänzt: "Dann können wir etwas tun." Allgemein appelliert das Stadtoberhaupt aber an die Bürgerschaft, auf Feuerwerk, Knaller und ähnliches zu verzichten.

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