Neckargemünd-Dilsbergerhof

Polizei ermittelt beim Großbrand mit Verdacht auf Brandstiftung (Fotogalerie)

Der Anbau des Gutshofs ist unbewohnbar. Die Polizei schätzt den Schaden inzwischen auf eine halbe Million Euro. Beschwerden gab es über die nächtlichen Martinshörner.

04.08.2022 UPDATE: 19.08.2022 13:40 Uhr 5 Minuten, 18 Sekunden
Nach aktuellem Ermittlungsstand brach das Feuer in der Scheune aus, unter deren Dach große Massen an Heu gelagert waren. Foto: Priebe

Neckargemünd-Dilsbergerhof. (pol/msc) Nach dem verheerenden Feuer auf dem Gutshof im Siedlerweg ermittelt die Kriminalpolizei Heidelberg wegen des Verdachts auf Brandstiftung. 

In diesem Zusammenhang werden zwei junge Fahrradfahrer als wichtige Zeugen gesucht, die sich bei Anfahrt der Rettungskräfte zum Brandort in dessen Umgebung aufgehalten haben sollen.

Zeugen, insbesondere die beiden Fahrradfahrer, sollen sich unter der Telefonnummer 0621/1744444 beim Kriminaldauerdienst oder unter der Rufnummer 06223/92540 beim Polizeirevier Neckargemünd melden.

Update: Freitag, 19. August 2022, 13.35 Uhr


Nach Großbrand sucht Familie neues Zuhause

Neckargemünd-Dilsbergerhof. (luw) Der Großbrand auf dem Gutshof im Siedlerweg war nach gut 18 Stunden endgültig gelöscht, nun laufen die Ermittlungen zur Ursache. Bekanntlich war das Feuer in der Nacht auf Donnerstag in einer Scheune ausgebrochen, in der Heu gelagert wurde. Die Flammen griffen auf einen bislang bewohnten Anbau über und beschädigten diesen derart, dass nun eine Familie ein neues Zuhause sucht. Für Kopfschütteln sorgen derweil Beschwerden von Bürgern, die durch nächtliche Martinshörner geweckt wurden. Ein Überblick über die jüngsten Entwicklungen:

> Die Schadenshöhe wird von der Polizei inzwischen auf 500.000 Euro geschätzt, wie deren Sprecher Norbert Schätzle am Freitag auf Anfrage sagte. Zunächst war von 300.000 Euro die Rede. Ob der Anbau an der Scheune abgerissen oder aufwendig saniert wird, schien am Freitag noch unklar. Bürgermeister Frank Volk wollte auf RNZ-Nachfrage nichts zur Zahl der Menschen sagen, die in dem Anbau wohnten. Nur so viel: "Das Hilfsangebot der Stadt steht, und wir stehen in Kontakt. Aber die Familie ist gut vernetzt und ich gehe davon aus, dass sie selbst zurechtkommt."

> Die Löscharbeiten gestalteten sich wie berichtet kompliziert. Laut dem stellvertretenden Kommandanten Markus Odenwald war gegen 18.30 Uhr am Donnerstag alles gelöscht – der Alarm war um 0.40 Uhr eingegangen. Doch der Einsatz reichte bis in den Freitag hinein: "Wir haben bis 2.30 Uhr eine Brandwache sichergestellt und alles auf mögliche Glutnester überprüft", so Odenwald. Dabei sei auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz gekommen. Doch es sei nichts mehr aufgeflammt.

> Martinshörner in der Nacht sorgten insbesondere in den ...

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