Neckargemünd-Dilsbergerhof

Nach Großbrand sucht Familie neues Zuhause (Fotogalerie)

Der Anbau des Gutshofs ist unbewohnbar. Die Polizei schätzt den Schaden inzwischen auf eine halbe Million Euro. Beschwerden gab es über die nächtlichen Martinshörner.

04.08.2022 UPDATE: 05.08.2022 21:26 Uhr 5 Minuten, 1 Sekunde
Nach aktuellem Ermittlungsstand brach das Feuer in der Scheune aus, unter deren Dach große Massen an Heu gelagert waren. Foto: Priebe

Neckargemünd-Dilsbergerhof. (luw) Der Großbrand auf dem Gutshof im Siedlerweg war nach gut 18 Stunden endgültig gelöscht, nun laufen die Ermittlungen zur Ursache. Bekanntlich war das Feuer in der Nacht auf Donnerstag in einer Scheune ausgebrochen, in der Heu gelagert wurde. Die Flammen griffen auf einen bislang bewohnten Anbau über und beschädigten diesen derart, dass nun eine Familie ein neues Zuhause sucht. Für Kopfschütteln sorgen derweil Beschwerden von Bürgern, die durch nächtliche Martinshörner geweckt wurden. Ein Überblick über die jüngsten Entwicklungen:

> Die Schadenshöhe wird von der Polizei inzwischen auf 500.000 Euro geschätzt, wie deren Sprecher Norbert Schätzle am Freitag auf Anfrage sagte. Zunächst war von 300.000 Euro die Rede. Ob der Anbau an der Scheune abgerissen oder aufwendig saniert wird, schien am Freitag noch unklar. Bürgermeister Frank Volk wollte auf RNZ-Nachfrage nichts zur Zahl der Menschen sagen, die in dem Anbau wohnten. Nur so viel: "Das Hilfsangebot der Stadt steht, und wir stehen in Kontakt. Aber die Familie ist gut vernetzt und ich gehe davon aus, dass sie selbst zurechtkommt."

> Die Löscharbeiten gestalteten sich wie berichtet kompliziert. Laut dem stellvertretenden Kommandanten Markus Odenwald war gegen 18.30 Uhr am Donnerstag alles gelöscht – der Alarm war um 0.40 Uhr eingegangen. Doch der Einsatz reichte bis in den Freitag hinein: "Wir haben bis 2.30 Uhr eine Brandwache sichergestellt und alles auf mögliche Glutnester überprüft", so Odenwald. Dabei sei auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz gekommen. Doch es sei nichts mehr aufgeflammt.

> Martinshörner in der Nacht sorgten insbesondere in den Sozialen Medien für Ärger. Auch ein RNZ-Leser meldete sich mit der Frage, warum die Feuerwehr "bei voller Sirene durch Wiesenbach" habe fahren müssen – "eine Frechheit ohne Ende" nannte er dies. Neckargemünds Bürgermeister Volk erklärte dazu auf Anfrage: "Das ist für mich ärgerlich, dass sich die Menschen darüber beschweren." Schließlich gehe aus der Straßenverkehrsordnung hervor, dass die Feuerwehr nur auf Einsatzfahrten "Sonderrechte" habe, mit denen sie sich nicht an Tempolimits und rote Ampeln halten müsse. Dies wiederum verpflichte dazu, Blaulicht und Martinshorn einzuschalten – unabhängig von der Uhrzeit. "Solche Nörgler kann ich nur einladen, mal zu einem Übungsabend von der Feuerwehr oder dem DRK zu kommen und sich selbst zu engagieren." Volk erinnerte daran, dass es um ehrenamtliche Einsatzkräfte gehe. Überdies lobte er die "Wahnsinns-Leistung" aller an diesem Einsatz beteiligten Kräfte – von Feuerwehr bis THW – aus der gesamten Region.

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