Dielheim

Dankeschön fürs herzliche Willkommen

Deutsch-ukrainisches Freundschaftsfest mit Programm für Jung und Alt, Musik und leckeren Speisen. Über 100 Geflüchtete aus der Ukraine leben in der Gemeinde.

23.09.2022 UPDATE: 23.09.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 45 Sekunden
Beste Laune herrschte beim deutsch-ukrainischen Freundschaftsfest im Rahmen der Reihe „Dielheimer Herbst“. Mit einem bunten Programm, bei dem leckere Speisen aus der Ukraine nicht fehlen durften, war für eine gelöste Atmosphäre gesorgt. Foto: A.Dorn

Von Agnieszka Dorn

Dielheim. Durch das katholische Pfarrzentrum schwirrten Prinzessinnen, Einhörner und andere fantasievolle Wesen: So waren nämlich viele Kindergesichter geschminkt worden. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Dielheimer Herbst" fand ein deutsch-ukrainisches Freundschaftsfest das von "Engagiert Zusammenleben in Dielheim" organisiert worden war. Eigentlich hatten ukrainische Geflüchtete das Fest angestoßen, mit landestypischen Speisen wollten sie sich für das herzliche Willkommen im Ort und direkt bei den Patenfamilien, die sich um sie kümmern, bedanken. Eingeladen zum Fest waren alle Bürgerinnen und Bürger.

"Dielheim hat über 100 Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen", sagte Bürgermeister Thomas Glasbrenner. Überwiegend seien sie in privaten Unterkünften untergebracht und das Miteinander funktioniere reibungslos. "Die Geflüchteten sind sehr dankbar über jede Hilfe", so Glasbrenner. Die Paten fungieren als Vermittler bei Arztbesuchen oder Behördengängen oder helfen den Geflüchteten bei verschiedenen Alltagsthemen. Überwiegend sind es Frauen mit Kinder, die vor dem Krieg geflohen sind, es sind aber auch Ehemänner dabei. "Männer können mit ihren Familien oder als Nachzug das Land verlassen, wenn sie etwa mehr als drei Kinder haben", erzählte Anna Nehaichik, die im "Arbeitskreis Asyl" in Dielheim aktiv ist und als Übersetzerin fungiert. Sie selbst stamme gebürtig aus Russland, so Nehaichik.

Seit dem frühen Morgen hatten die ukrainischen Frauen und Männer in der Küche gearbeitet und leckere Speisen aus ihrem Land zubereitet. Im Angebot war beispielsweise die traditionelle Suppe Borschtsch, die aus roter Beete und Weißkohl zubereitet wird und in ganz Osteuropa gerne gegessen wird. Weiterhin gab es die Teigtaschen Wareniki, die als ein ukrainisches Nationalgericht gelten, und Fleischküchle, hierzulande auch als Frikadellen bekannt. Außerdem gab es verschiedene Speisen mit Fisch und ein reichhaltiges Kuchenbüfett. Dazu wurde unter anderem Kaffee ausgeschenkt.

Gedanklich vorbereitet hatten die ukrainischen Geflüchteten die Speisen schon zwei Wochen zuvor, es wurde untereinander abgesprochen, welche Speisen aufgetischt werden und wer welche zubereitet. Einige von den Ukrainern kochten und buken am Tag davor, alle waren sehr aufgeregt, sie freuten sich auf das ...

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