Region Wiesloch

Wo es "Refill-Stationen" für Trinkwasser gibt

"Wo finde ich etwas zu trinken, wenn ich in der Region auf Reisen bin? Eine Übersicht gibt Aufschluss.

05.06.2024 UPDATE: 05.06.2024 04:00 Uhr 2 Minuten, 25 Sekunden
Öffentliche Wasserspender ermöglichen das kostenlose Auffüllen der eigenen Trinkflasche. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Region Wiesloch. Wer in der Region unterwegs ist, muss künftig nicht mehr durstig sein: Denn die bundesweite Aktion "Refill Deutschland" ermöglicht es, das eigene Trinkgefäß kostenlos mit Leitungswasser aufzufüllen. Daran teilnehmen können Kommunen, aber auch Einzelhändler oder Gastronomiebetriebe – für die Nutzenden erkennbar an dem blauen Refill-Logo.

Das Ziel der 2017 in Hamburg gestarteten Bewegung: Aktiv Plastik reduzieren und so auf die Probleme der Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung durch Plastik aufmerksam machen. Aber wie sieht es in den einzelnen Gemeinden aus? Wo lässt sich die eigene Trinkflasche kostenlos wiederauffüllen?

> In St. Leon-Rot gibt es – insgesamt und verteilt auf beide Ortsteile – inzwischen neun solcher Refill-Stationen, an denen Menschen ihre Trinkflasche wieder befüllen können. Dazu zählen unter anderem die Eulen-Apotheke, Marktstraße 79, der Unverpackt-Laden, Marktstraße 74, Bäckerei Götzmann, Stefanstraße 17, die Engel-Apotheke, Hauptstraße 135, das Schuhhaus Back, Walldorfer Straße 1, die Mauritius-Apotheke, Hauptstraße 68, Elektro Spieß, Schillerstraße 66-68, sowie Gartenglück, Im Schiff 12.

Seitens der Gemeinde habe man bereits einen großen Beitrag zur Aktion geleistet, indem man überhaupt auf die lokalen Betrieben zugegangen sei und sie aktiv angesprochen habe, so Initiatorin Angelika Adelfang. Doch das Prinzip ist nicht nur nachhaltig, sondern auch einfach: "Jedes Unternehmen kann sich daran beteiligen, eine kurze Information an die Gemeindeverwaltung ist aber sinnvoll, damit es ins Verzeichnis mitaufgenommen werden kann", sagt sie weiter. So könnten die Bevölkerung die Betriebe dann auch finden.

> In Walldorf wurde der Bau eines Trinkbrunnens erst kürzlich vom Gemeinderat verhindert. "Wie man alternativ in der Stadt bezüglich der kostenlosen Wasserversorgung für die Menschen vorgehen möchte, wird in der Gemeinderatssitzung am 2. Juli vorgestellt", informiert ein Sprecher der Stadtverwaltung. Am Refill-Angebot beteiligen sich bereits die Stadtbücherei, Hirschstraße 15, oder auch der Bäder- und Saunapark Aqwa, Schwetzinger Straße 88. "Aber auch wer im Rathaus seine Flasche auffüllen möchte, wird natürlich nicht weggeschickt."

Auch interessant
: Einmal auffüllen, bitte!
Klima: Hitzetage stehen bevor: Ist Deutschland vorbereitet?
Walldorf: In der Stadt wird es keine Trinkbrunnen geben

> In Wiesloch stehe derzeit noch nichts Genaueres fest, wie die Verwaltung auf Anfrage mitteilt. Denn beide Personalstellen für die Bereiche Umwelt und Klimaschutz waren längere Zeit vakant und wurden erst kürzlich besetzt. Für die Bevölkerung wird allerdings derzeit im Zuge der aktuellen Anlage des Stadtwingerts gegenüber des Gerbersruhparks ein Trinkbrunnen angelegt. Hier steht dann für jeden das kühle Nass zur Verfügung.

> Auch in Dielheim hat man für die vorbeikommenden Besucher "im Rathaus den Liter auch noch übrig", wie die Gemeinde mitteilt. Seit einigen Jahren beteiligt man sich schon an der Aktion, hat den Aufkleber an der Tür angebracht. Aber "konkret haben wir in Bezug auf unsere lokalen Einzelhändler noch nichts unternommen", so der Sprecher.

> "Im Malscher Rathaus ist das kostenlose Auffüllen der mitgebrachten Trinkflaschen kein Problem", teilt die Gemeindeverwaltung auf Anfrage mit – und das schon seit mittlerweile fünf Jahren. Denn durch den Letzenberg oder andere Wanderrouten kämen besonders viele Wanderfreudige in die Region, denen man die Möglichkeit zum Nachfüllen geben wollte. Aber auch hier stand man noch nicht im "engeren Kontakt mit lokalen Einzelhändlern." Das werde man im Weinort künftig wieder in Betracht ziehen, heißt es weiter.

> In Rauenberg gibt es weder das Refill-Angebot, noch ist es geplant, teilt eine Sprecherin aus dem Stadtbauamt mit. Zwar sei die Initiative eine tolle Sache, allerdings könne die Stadt das nicht umsetzen. Das Problem: Die Trinkwasserverordnung sieht vor, dass einmal im Monat die Wasserqualität kontrolliert wird. Doch dafür ist kein Personal da. "Das müsste dann noch einmal separat vergeben werden", wofür ebenfalls die Kapazitäten fehlten.

> In Mühlhausen steht in der Kraichgauschule ein Wasserspender für die Kinder zur Verfügung. Das habe bisher ausgereicht, heißt es seitens des Bauamts. Andere Möglichkeiten, etwa in Form einer Refill-Station oder eines Trinkbrunnens, gebe es derzeit keine, geplant seien darüber hinaus auch keine.

Info: Eine Online-Karte aller teilnehmenden Geschäfte findet sich unter www.refill-deutschland.de 

Dieser Artikel wurde geschrieben von:
(Der Kommentar wurde vom Verfasser bearbeitet.)
(zur Freigabe)
Möchten sie diesen Kommentar wirklich löschen?
Möchten Sie diesen Kommentar wirklich melden?
Sie haben diesen Kommentar bereits gemeldet. Er wird von uns geprüft und gegebenenfalls gelöscht.
Kommentare
Das Kommentarfeld darf nicht leer sein!
Beim Speichern des Kommentares ist ein Fehler aufgetreten, bitte versuchen sie es später erneut.
Beim Speichern ihres Nickname ist ein Fehler aufgetreten. Versuchen Sie bitte sich aus- und wieder einzuloggen.
Um zu kommentieren benötigen Sie einen Nicknamen
Bitte beachten Sie unsere Netiquette
Zum Kommentieren dieses Artikels müssen Sie als RNZ+-Abonnent angemeldet sein.