Hirschberg-Großsachsen

Künstler Klaus Stöhrer ist im Alter von 86 Jahren gestorben

Er war ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Hirschberg. Die Kirchenfenster sind sein sichtbarstes Vermächtnis.

08.06.2024 UPDATE: 08.06.2024 04:00 Uhr 1 Minute, 1 Sekunde
Klaus Stöhrers Bilder wurden über die Jahre immer heller und farbenfroher. Archivfoto: Dorn

Hirschberg-Großsachsen. (max) Wer schon mal die evangelische Kirche in Großsachsen besucht hat, hat vermutlich Klaus Stöhrers Kunst gesehen. Von ihm stammen die drei farbenprächtigen Fenster, die auch das Lichtspiel im Gotteshaus bestimmen. Am Samstag ist Stöhrer im Alter von 86 Jahren gestorben und hinterlässt ein künstlerisches Vermächtnis, das eng mit Hirschberg verwoben ist.

Als eines von sechs Geschwistern, darunter der langjährige Bürgermeister-Stellvertreter Martin Stöhrer, wurde Klaus Stöhrer 1937 in Mosbach als Sohn eines Pfarrers geboren.

Schon früh zeigte sich seine kreative Ader, und er begann nach der Schule eine Lehre als Dekorateur und Plakatmaler, bevor er an der Fachhochschule für Gestaltung in Mannheim Malerei studierte. Danach arbeitete er als Dekorateur, Displaydesigner, im Messe- und Modellbau sowie als Plakatmaler.

Mit Letzterem verdiente er lang sein Geld und prägte mit riesigen Plakatwänden, die er für das damalige Mannheimer Horten-Kaufhaus (heute Kaufhof) malte und Kinotafeln für das "Capitol", das Stadtbild mit. Später arbeitete er als Messebauer und Grafiker für Dieter Korsch, weshalb er auch nach Großsachsen zog, wo er sich mit seiner Frau Jutta sowie den Kindern Bastian, Bettina und Beate niederließ und ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Ort wurde. Vor allem die Kirche mit ihrem Zwiebelturm hatte es ihm als Motiv angetan.

Einen schweren Schicksalsschlag musste Stöhrer vor rund zehn Jahren hinnehmen, als bei ihm Parkinson diagnostiziert wurde. Auch durch die Unterstützung seiner Frau Jutta ließ er sich aber nicht von seiner Malerei abbringen und stellte noch im Januar in "seiner" evangelischen Kirche aus. Die Beerdigung findet am Freitag, 14. Juni, um 14 Uhr, auf dem Friedhof in Großsachsen statt.

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