Walldürn

Tätowieren für den guten Zweck mit Madox Ink

Ungewöhnliche Spendenaktion für Kinderhospizdienst: Madox Ink bietet am Donnerstag Tattoos ohne Anmeldung an.

23.05.2022 UPDATE: 24.05.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 33 Sekunden
Dennis Halász ist der Inhaber von Madox Ink. Wer spontan ist, kann sich dort am Vatertag ein Kunstwerk auf der Haut verewigen lassen und dabei noch etwas Gutes tun. Foto: Tom Bergfeld

Walldürn. (jam) "Egal wie schlimm sich alles anfühlt: Es gibt immer Menschen und gerade Kinder, denen es noch schlechter geht." Dieser Gedanke treibt Dennis Halász um. Deshalb haben er und seine Frau Nadine es sich zum Ziel gesetzt, mit ihrem Tattoostudio Madox Ink Schwächeren zu helfen. In diesem Jahr veranstalten sie deshalb einen sogenannten Walk-In am Vatertag, dessen Erlös dem Ambulanten Kinderhospizdienst des Neckar-Odenwald-Kreises und damit schwerstkranken Kindern sowie ihren Familien zugutekommt.

Während also der erste Tag des "Blummefeschd" Besucherscharen in die Innenstadt lockt, kann jeder, der seinen Körper in ein individuelles Kunstwerk verwandeln möchte, das Tätowierstudio von Dennis Halász im Theodor-Heuss-Ring 3 aufsuchen – von 10 bis 18 Uhr und ganz ohne Termin. "30 Prozent vom Umsatz eines jeden Tattoos sowie der Gewinn aus dem Getränke-, Kaffee- und Kuchenverkauf werden zugunsten des Kinderhospizes gespendet", verspricht Inhaber Dennis Halász. Wer noch zweifelt, ob er wirklich Bild, Symbol oder Schrift auf seiner Haut verewigen möchte, kann auch einfach so das Studio aufsuchen und damit kranke Kinder unterstützen. "Ihr könnt an diesem Tag viel Gutes tun, selbst wenn ihr nur für einen Kaffee vorbeikommt", erklärt Halász. Geboten sind eine Schmuckausstellung von Victoria, eine Glitzertattooaktion für Kinder, eine Fotobox sowie natürlich Getränke sowie Kaffee und Kuchen.

Es ist nicht die erste Hilfsaktion, die Dennis und Nadine Halász auf die Beine gestellt haben. Und es soll nicht die letzte bleiben. So sammelten und spendeten sie in der Vergangenheit bereits für Obdachlose und den an Leukämie erkrankten Milo Schell aus Höpfingen. Der Kinderhospizdienst stand ebenfalls schon lange auf der Agenda, doch wie bei so vielem machte Corona dem Tätowierer einen Strich durch die Rechnung. Für Dennis Halász stand jedoch fest: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. "Kinder sind unsere Zukunft. Da schmerzt es umso mehr, wenn ein Kind erkrankt und ihm diese Zukunft verwehrt wird." Sein Wunsch ist es, dass Kinder, die kurz vor dem Tod stehen, sich noch einen letzten Wunsch erfüllen können.

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Mit dem Walk-In-Day will Halász zudem zum Nachdenken anregen. "Man steht morgens auf und es kann einem genauso gehen: Man ist krank oder obdachlos. Dann ist man froh, wenn einem geholfen wird." Damit sich am Donnerstag genug Helfer finden, werben die Cheerleader der Walldürner "Silverbacks" auf dem "Blummefeschd" für die Spendenaktion. Dass Dennis Halász und seine Tätowierkollegen am Feiertag Däumchen drehen müssen, schließt der Inhaber aber ohnehin schon aus. "Wir haben bereits einige Anfragen für Tattoos am Donnerstag."

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