Eberbach

Kindergarten Regenbogen für Digitalprojekt ausgezeichnet

Früh übt sich, wer digitaler Meister sein will: Innerhalb des Themas "Digitale Welten" wurde der Kindergarten Regenbogen von der Klaus-Tschira-Stiftung ausgezeichnet.

18.07.2022 UPDATE: 18.07.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 18 Sekunden
Anna Seibert leitet die Forschergruppe und hat mit den fleißigen Nachwuchswissenschaftlern die Jury überzeugt. Stolz zeigen die Kinder die Urkunden. Foto: Moritz Bayer

Von Moritz Bayer

Eberbach. Ute Weber und Anna Seibert sind mächtig stolz auf ihre kleinen Forscher. Das können sie auch sein, schließlich wurde der Kindergarten Regenbogen für das Projekt "Aus klein wird groß" innerhalb des Themas "Digitale Welten" von der "Forscherstation" der Klaus-Tschira-Stiftung ausgezeichnet. Als Forscherwettbewerbspreis gab’s ein digitales Mikroskop sowie 500 Euro. Die wurden natürlich direkt in weitere technische Geräte investiert, denn Pläne für die Zukunft sind zuhauf vorhanden.

Acht Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren aus der "Windgruppe" von Projektbetreuerin Anna Seibert haben sich Anfang Februar bis Ende Mai verstärkt mit den Themen Naturmaterialien und Insekten auseinander gesetzt. Dabei kamen interessante Ergebnisse heraus, wenn etwa erforscht wurde, wo genau in einem Zapfen sich der Pflanzensamen befindet. Auch wurden Tiere in Bewegung gefilmt, um das Material in Slow Motion eingehend studieren zu können. Sogar ein selbst erstellter Zeichentrickfilm entstand mithilfe der App "Stop-Motion".

Solche Werke erfordern natürlich eine gehörige Portion an Know-how technischer Natur: So konnten die Kinder einen Tablet-Führerschein absolvieren, um danach die Geräte eigenständig nutzen zu können (und zu dürfen).

Neben der gestärkten Teilhabe und dem gesteigerten Interesse der Kinder ist es den Erzieherinnen sehr wichtig, den Unterschied zwischen Konsum und Nutzung von Tablets klarzustellen: "Wir haben auf den Geräten keine Internetverbindung für die Kinder freigeschalten, sie sollen lernen, die Tablets als Hilfsmittel kennen und nutzen zu lernen", erklärt Seibert.

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Damit auch alle anderen Erwachsenen immer wissen, worauf zu achten ist, gibt es neben den Wettbewerben und Forschungsprojekten der Kinder auch Fortbildungen für die Erzieher. Bei der letzten nahm Anna Seibert zusammen mit Kollegin Yulia Bialecki teil, erst dann gab es die heiß ersehnte Plakette samt Auszeichnung.

Seit 2015 besteht die Kooperation mit der Forscherstation und dem Kindergarten Regenbogen. Bisher gab es jedes Jahr eine Auszeichnung, der Hauptgewinn dieses Jahr, wo man sich innerhalb 130 Kindern aus neun Kitas durchgesetzt hat, soll der Startschuss für weitere, ambitionierte Projekte sein: Die Anschaffung von Tablets ist teuer, bisher wartet die Kita neben dem vorhandenen noch auf zwei weitere. Ein paar mehr in Zukunft wären optimal.

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