Gundelsheim

Austausch beim Bürgerforum zum Energiepark

Das Treffen zum Solar- und Windpark auf dem Böttinger Hof zog viele Interessierte in die Deutschmeisterhalle.

16.11.2022 UPDATE: 16.11.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 42 Sekunden
Das Interesse war groß: Nicht nur aus Gundelsheim, sondern auch aus Haßmersheim, Neckarzimmern, Neckarmühlbach und gar Bad Friedrichshall waren die Zuhörer zum Bürgerforum am Montagabend in die Deutschmeisterhalle gekommen. Foto: Caspar Oesterreich

Von Caspar Oesterreich

Gundelsheim. Sie werde alle Interessen und Perspektiven ernst nehmen, versprach Bürgermeisterin Heike Schokatz direkt in ihrer Begrüßung. Viele waren zum Bürgerforum in die Deutschmeisterhalle gekommen, um sich ein umfassendes Bild vom geplanten Solar- und Windpark auf dem Böttinger Hof zu machen. Von der Möglichkeit finanzieller Beteiligung über den Artenschutz bis hin zum Schattenwurf der Rotatoren spann sich das weite Spektrum ihrer Fragen. Trotz zahlreicher Bedenken und Einwände war sich die große Mehrheit aber einig, dass an der Energiewende zwangsläufig kein Weg vorbeiführt.

Das machte als erste Rednerin des langen Abends auch Ann Kathrin Meininger von der Stabsstelle "Energiewende, Windenergie und Klimaschutz" im Regierungspräsidium Stuttgart deutlich. Schneller als der Bund will Baden-Württemberg die Klimaneutralität bereits 2040 erreichen, zehn Jahre zuvor das Etappenziel von 65 Prozent umgesetzt haben. Mit zehn genehmigten Windkraftanlagen in diesem Jahr recht ambitioniert.

Es brauche zügig einen "massiven Ausbau der erneuerbaren Energien", betonte Meininger. Dass in der Deutschordensstadt von der EnBW ein Kombiprojekt aus Freiflächenfotovoltaik und zwei Windrädern geplant wird, war auch für die erfahrene Regierungsrätin ein Novum. "So etwas hatten wir in Stuttgart noch nie auf dem Schreibtisch."

Detailliert stellten Stefan Wresch und Matthias Trenkel die Pläne des Energieversorgers vor. Erstmals zeigten die Fachplaner Visualisierungen der Windräder von verschiedenen Blickpunkten aus und kündigten überdies ein begleitendes Forschungsprojekt zu "intelligenten" Energiespeichern gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut ISE aus Freiburg auf dem Böttinger Hof an.

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Seien Freiflächenfotovoltaik-Anlagen naturverträglich gestaltet, böten sie viele Potenziale etwa für Amphibien und Bodenbrüter, führten Luca Bonifer und Pia Schmidt vom Dialogforum "Energiewende und Naturschutz" aus. Die Kombination mit zwei Windrädern sorge aber wiederum für ein erhöhtes Gefahrenpotenzial für Vögel. Auch, weil Zugvögel wie etwa Gänse oder Störche die spiegelnden Solarpaneele mit Wasserflächen verwechseln könnten.

Neben dem Beitrag zur Energiewende gehe es bei dem Kombiprojekt auch um Erkenntnisgewinn, effektive ...

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