GRN-Klinik Eberbach

Der Lärmschutz lässt weiter auf sich warten

Für die lärmgeplagte Nachbarschaft der GRN-Klinik gibt es frühestens Entlastung im Herbst. Ein Kompressor wurde nach knapp vier Wochen ersetzt.

29.07.2022 UPDATE: 29.07.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 11 Sekunden
Rund vier Wochen nach dem Schaden wurde der Kompressor auf dem Bettenhaus am Mittwoch ersetzt. Foto: Rainer Hofmeyer

Von Rainer Hofmeyer

Eberbach. Beschwerden von allen Seiten gab und gibt es rund um die Eberbacher GRN-Klinik. Von allen Seiten, das bedeutet: Die Nachbarschaft hört aus unterschiedlichen Positionen verschiedene Lärmquellen, die zum Teil Tag und Nacht laufen. Einige Belästigungen sind hochfrequent, teils ist es ein tiefes Brummen. Es handelt sich durchweg um freistehende Klimaanlagen, die außerhalb der Gebäude platziert sind.

Die vorgeschriebene Lärmschutzwand bei dieser Klimaanlage kommt erst im Herbst. Foto: Rainer Hofmeyer

Ende Juni spitzte sich die Lage zu, als ein Kompressor auf dem Bettenhaus defekt lief und besonderen Krach machte. Mindestens eine Handvoll Anwohner meldete sich bei der Klinikleitung, beim Landratsamt, der Gewerbeaufsicht und bei dieser Zeitung. Über allem wurde bemängelt, dass seitens der Klinikleitung keine aktive Information herausgegeben worden war, die über die Ursachen der konkreten Belästigung hätte Auskunft geben können. Für Klinikleiterin Ingrid Machauer schienen die Beschwerden sogar überzogen; sie habe mehr Toleranz der Nachbarschaft bei technischen Problemen des Krankenhauses erwartet.

Ehe der laute Kompressor auf dem Dach ausgetauscht werden konnte, gab er von sich aus den Geist auf. Die zwischenzeitlich durch Anlieger aktivierte Gewerbeaufsicht konnte somit den damals aufgetretenen Krach nicht mehr wahrnehmen. Just beim Auftauchen der Kontrolleure war der Kompressor auf dem Dach still geworden. Zumindest dort war insbesondere nächtliche Ruhe. Die andere, unangenehme Folge für das Krankenhaus selbst: Der Intensivstation fehlte fortan die notwendige Abkühlung.

Obwohl ein neuer Kompressor laut Klinikleitung sofort nach dem Ausfall bestellt und zugesagt worden war, konnte er erst an diesem Mittwoch angeliefert werden. Es sind demnach fast vier Wochen vergangen, bis die Technik wieder in Gang gesetzt werden kann. Der neue Kompressor wird den alten an Lärm sicher nicht übertreffen, wenn er rund läuft.

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Die Lösung für das andere, größere, aktenkundige und permanente Lärm-Problem lässt jedoch weiter auf sich warten. Hier geht es um eine ebenerdig aufgebaute Kompressoranlage, die sechs große Industrieventilatoren antreibt. Sie kühlt die Funktionsräume vom OP-Saal bis zu den Laboren. Zu dieser Apparatur liegt bereits seit August 2021 ein Lärmschutzgutachten vor, das unverzügliche Gegenmaßnahmen vorschreibt, die allerdings bis jetzt ausgeblieben sind.

Noch in direktem Zusammenhang mit den Beschwerden der Nachbarschaft und unserer Berichterstattung Anfang Juli ("Es gibt Krach rund ums Krankenhaus") gab es ...

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