Eberbach

Das gesamtes Wettkampfteam ist durch Corona zusammengebrochen

Bei der Leichtathletik-Abteilung des Turnvereins hat die Corona-Krise ihre Spuren hinterlassen.

16.06.2022 UPDATE: 17.06.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 47 Sekunden
Das U 12-Team freut sich über Platz sechs. Foto: privat

Von Peter Bayer

Eberbach. Die Corona-Pandemie hat bei der Leichtathletikabteilung des Turnvereins Spuren hinterlassen. Diese wirken nach. "Wegen Corona ist uns die gesamte Wettkampfmannschaft zusammengebrochen, das ist sehr bitter", klagt Abteilungsleiter Toni Dausch. Die Zeit seit dem ersten Lockdown war gezeichnet von vielen Aufs und Abs. Erst jetzt kehrt langsam wieder so etwas wie Normalität ein. Das neue Team hat vor kurzem seinen ersten Wettkampf bestritten. So 30 bis 35 Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren gehören der Abteilung Leichtathletik beim Turnverein an. Trainiert werden sie derzeit von zwei Trainerinnen, einem Trainer und Leon Joho, der sein Freiwilliges Soziales Jahr Sport macht.

Der erste Lockdown am 16. März 2020 hat die Abteilung wie viele andere auch mit einem kompletten Stillstand hart getroffen. Erst im Sommer war wieder ein Training im Freien möglich. "Wir waren in der Au und im Freigelände des Gymnasiums", erinnert sich Dausch. Dabei hatten sie mit den Hygieneregeln und Listen arg zu kämpfen. Zudem kamen etliche Kinder nicht mehr, weil die Eltern vorsichtig waren.

Mit dem Winter 2020/2021 kam für die Leichtathleten eine "ganz schwierige Zeit". Nach dem Lockdown ging es in die Halle, wo "wir uns sehr schwer getan haben", so der Abteilungsleiter. Ein Trainer stand nicht zur Verfügung, es waren ständig andere Kinder da, was ein systematisches Training kaum mehr möglich machte. "Im Trainingsbetrieb ging es rauf und runter", blickt Dausch zurück.

Der Abteilungsleiter der Leichtathletik Toni Dausch. Foto: privat

Um die Kinder bei der Stange zu halten, hatten sie sich die "Corona-Staffel" ausgedacht. "Es ging darum, das Staffelholz von A nach B zu bringen und das auch zu dokumentieren", erklärt Toni Dausch. Drei Tage hatten die Kinder dafür Zeit. 38 haben mitgemacht und dabei 76 Kilometer zurückgelegt – eine logistisch große Herausforderung. Die Eltern sind dabei mitgerannt und haben Fotos für die Dokumentation gemacht. "Es war ein toller Erfolg, der uns zunächst über den Winter gerettet hat."

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Im Frühling 2021 ging es mit Online-Training weiter, wobei die Trainer die Aufgaben in die Elterngruppe reinstellten. Im Freien mussten zum Beispiel Treppenläufe oder Sprints absolviert oder Bälle an die Wand geworfen werden. "Das hat gut geklappt, es wurden auch Videos davon gedreht", sagt Dausch. Im Sommer 2021 gab es endlich wieder normales Training in der Au – wegen Trainermangels jedoch nur ein- statt zweimal ...

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